Mit Frust in die Pause

Rotenburg überzeugt gegen Fredenbeck, fängt sich aber ein spätes 28:28

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Klarer Fall – zwei Minuten! Fredenbecks Jan Torben Ehlers (r.) drückt Sören Heyber die Hand ins Gesicht.

Rotenburg - Der erste Frust war groß. So groß, dass Nils Muche seine Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg nach dem Abpfiff auf direktem Wege in die Kabine beorderte. Das 28:28 (15:13) im Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck war einfach verdammt ärgerlich. Kurz vor Schluss hatte der Gastgeber durch ein Tor von Kilian Behrens noch geführt, dann egalisierte Jonas Buhrfeind zwei Sekunden vor dem Abpfiff.

Der TuS Rotenburg geht dadurch mit 11:15 Punkten in die bis zum 19. Januar andauernde Weihnachtspause – und mit dem Gefühl, dass einfach mehr drin gewesen wäre. „Das war unsere beste Abwehrleistung der Saison. Wir hatten alle Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen“, fasste es Teammanager Michael Polworth treffend zusammen. Muche stimmte ihm zu: „Es fühlt sich an wie eine Niederlage, war aber trotzdem eine geile Antwort auf das Spiel gegen den TV Bissendorf.“

Der Coach hatte mit seiner Start-Sieben überrascht, indem er nicht nur Tim Kesselring im rechten Rückraum den Vorzug gegeben, sondern auch Jens Behrens die Rolle des Spielmachers übertragen hatte – beide tauschten auch mal die Positionen und agierten mutig. Zudem hatte Sören Heyber einen starken Tag erwischt. Entscheidend war jedoch die gut stehende Deckung vor dem immer wieder stark haltenden Yannick Kelm im Kasten. Der Keeper leitete zudem mit seinen schnellen und präzisen Pässen mehrfach erfolgreiche Tempogegenstöße ein. So war es in der ersten Halbzeit vielmehr die Hallentechnik, die den Rotenburgern die größten Probleme bereitete. Nach dem 4:3 durch Michel Misere fiel die Ergebnisanzeige kurzzeitig aus – auch im Internet ging nur wenig.

Nach der unfreiwilligen Unterbrechung zogen die Gastgeber vor rund 300 Zuschauern gleich dreimal bis auf vier Tore weg – zweimal durch Sören Heyber, einmal durch Lukas Misere, der aus vollem Lauf per Heber traf. Einziges Manko: Eine doppelte Überzahl nutzte Rotenburg anschließend nicht, um weiter davonzuziehen. So blieb der frühere Erstligist aus dem Kreis Stade zur Pause dran und verkürzte durch Jesper Müller auf 13:15.

Es blieb weiter eng. Mathis Köhlmoos parierte einen Siebenmeter gegen Ole Richter, Lukas Misere gelang das 24:22 (48.), Tim Kesselring beim 26:24 letztmalig die Zwei-Tore-Führung (54.). Kurz zuvor hatte Christian Hausdorf die Rote Karte gesehen (53.) – über die Gründe schwieg sich das kurzfristig zusammengestellte Referee-Duo SebastianHeins/Dennis Bendsten (TSV Bremervörde/VfL Horneburg) aber aus. Umso bitterer, dass die Videobilder hinterher auch noch zeigten, dass Rechtsaußen Buhrfeind bei seinem 28:28 auf der Kreislinie stand.

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