Westerholz führt bis zur 90. Minute

Westerholz-Sottrum: Fröhlichs 1:1 macht nicht froh

Nicolas Fröhlich bejubelt sein Tor, das er per Freistoß erzielt hat, die Westerholzer können es kaum fassen. Letztlich bringt der Punkt den Gastgebern im Abstiegskampf aber mehr als Sottrum im Titelrennen. - Foto: Freese
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Nicolas Fröhlich bejubelt sein Tor, das er per Freistoß erzielt hat, die Westerholzer können es kaum fassen. Letztlich bringt der Punkt den Gastgebern im Abstiegskampf aber mehr als Sottrum im Titelrennen.

Westerholz - Von Matthias Freese. Bei Matthias Klindworth stand der Mund kaum still. Der Coach des TuS Westerholz trieb seine Kreisliga-Fußballer unermüdlich an. „Die Mannschaft braucht das noch“, erklärte er nach dem Teilerfolg.

Fast wäre seinem abstiegsbedrohten Team im Heimspiel sogar der Sieg gelungen, hätte Nicolas Fröhlich vom TV Sottrum sechs Sekunden vor dem offiziellen Spielende nicht einen Freistoß in den Winkel gezirkelt. Das 1:1 (1:0) hilft Westerholz jedoch weiter als dem Titelbewerber, der auf Platz drei zurückfiel. „Wenn man so‘n Fußball spielt, kann man nicht aufsteigen“, grantelte Trainer Vitalij Kalteis.

Vielleicht nur eine Notiz am Rande, aber trotzdem bemerkenswert: Referee Friedrich Lüning (FC Walsede) hatte alles unter Kontrolle und kam im Altkreis-Derby trotz kleinerer Meckereinlagen ohne Gelbe Karte aus! Dafür ließ er im ersten Durchgang drei und im zweiten satte sieben Minuten nachspielen.

100 Minuten, die vor allem den defensiv aufgestellten Gastgebern anzumerken waren. Sie mussten neben den Langzeitverletzten Jan Ostenfeld auch noch auf die beiden Offensivkräfte Björn Banehr (Zerrung) und Marc Pawletta (privat verhindert) verzichten, hielten mit ihrer Taktik aber gut dagegen. Auch der junge Thomas Baden, der für den angeschlagenen Marten Berndt wieder in die Innenverteidigung gerückt war, überzeugte. Berndt löste übrigens in der letzten halben Stunde die einzige Sturmspitze Hans Wahlers ab.

Sottrum spielerisch überlegen

„Man muss realistisch sein und sagen, dass Sottrum uns spielerisch und vom Ballbesitz her überlegen war“, gestand Klindworth. „Aber es war ein Lebenszeichen. Ich glaube, da geht noch was.“ Immerhin bleibt seine Elf aussichtsreich auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Die Führung spielte Westerholz dabei in die Karten. 

In der 16. Minute köpfte Jan-Lüder Behrens den Ball vors Tor, wo Kapitän Lars Menzel ihn reindrückte, um anschließend mit dem Gesicht auf dem Rasen zu bremsen. Fast wäre Claas Riebesell sogar das 2:0 gelungen, doch klatschte sein Schuss an den Pfosten (40.). Sottrums Antwort war ein Anrennen ohne Effektivität.

Michaelis versprüht Gefahr

Hauptsächlich Matthias Michaelis versprühte Gefahr (35./43.), in Hälfte zwei zeigte Westerholz‘ Keeper Torben Dittmer einen starken Reflex, als Jan Vollmers abzog (79.). Es dauerte bis zur 90. Minute, ehe Fröhlich nach einem überflüssigen Foul von Christopher Behrens an Michaelis zur Tat schritt – 1:1. 

„Und danach geben wir auf einmal wieder alles. Warum brauchen wir immer diesen Arschtritt beziehungsweise diese Motivation“, regte sich Kalteis rätselnd auf und forderte: „Wenn es mal nicht so läuft, musst du auch mal andere Tugenden an den Tag legen.“ Doch dazu war Sottrum lange Zeit nicht in der Lage. So wäre es des Guten auch zu viel gewesen, hätte Finn Herwig die Riesenchance in der fünften Minute der Nachspielzeit tatsächlich noch verwertet.

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