ANPFIFF Bezirksliga

TV Sottrum: Fröhlich wagt neuen Anlauf

Bereit für die neue Saison: Obwohl der TV Sottrum sich noch eine Woche länger gedulden muss, steht das Team quasi in den Startlöchern.
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Bereit für die neue Saison: Obwohl der TV Sottrum sich noch eine Woche länger gedulden muss, steht das Team quasi in den Startlöchern.

Sottrum – Timo Löber nimmt die Warnung seiner Mitspieler ernst und fährt seinen Wagen lieber ein paar Meter weiter. Waldemar Ott ignoriert sie und zieht schnittig in die gerade freigewordene Parkbucht. Dabei ist sie doch eigens für den Coach geräumt worden. Der erste Stellplatz vor dem Vereinsheim des TV Sottrum – er ist für Dariusz Sztorc reserviert. So wie vor Schulen die beste Parkmöglichkeit für die Schulleitung blockiert ist, so genießt beim Bezirksligisten der Trainer dieses Privileg. Auch wenn es offensichtlich noch nicht jeder weiß.

Früher war Trainer Dariusz Sztorc selbst in der Defensive aktiv – doch seine Vergangenheit hat nichts damit zu tun, dass seine Neuzugänge allesamt für hinten eingeplant sind. Sein Sohn Brian-Yendrick Sztorc sowie Andreas Kiel und Torwart Marcel Wachsmann (von links) haben sich für Sottrum entschieden.

Dariusz Sztorc ist trotzdem bester Laune – obwohl er sich weiter gedulden muss. Sein Team hat am ersten Spieltag der zweigeteilten Bezirksliga frei. Der 50-Jährige feiert mit seinem neuen Team also erst am 13. September seine Pflichtspiel-Premiere. Genau 227 Tage nach seinem Amtsantritt Ende Januar darf er also erstmals in einer Meisterschaftspartie des TV Sottrum an der Seitelinie ran – vor heimischer Kulisse gegen Rot-Weiß Achim.

Dass sich Sztorc so lange hat in Geduld üben müssen, sei nun aber egal. Auch der Modus mit Qualifikationsrunde sowie anschließender Auf- und Abstiegsrunde ist „überhaupt kein Problem“, findet der gebürtige Pole. Er geht optimistisch in die Saison. „Ich trainiere nicht, um gegen den Abstieg zu spielen“, sagt er. Das ist allerdings schon die mutigste Aussage, die ihm im Hinblick auf das Saisonziel über die Lippen geht. „Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Das Ziel soll uns nicht im Wege stehen.“ Insgeheim peilen sie an der Wieste aber die Aufstiegsrunde an. Das bestätigt Spartenleiter Thomas Holzkamm: „Wir würden schon gerne unter die ersten Fünf – ich glaube, dass das der Anspruch der Spieler ist.“

Stenogramm

TV Sottrum

Zugänge: Andreas Kiel (TSV Ottersberg), Brian-Yendrick Sztorc (TV Oyten), Marcel Wachsmann (Schüttorf 09 II).

Abgänge: Tobias Küsel (Ziel unbekannt), Joshua Hüsing, Lucas Leandro Moreira (beide FSV Nartum/Hesedorf).

Kader: Tor: Tobias Engel, Lenn-Mika Reiter, Marcel Wachsmann – Abwehr: Eike Buckenberger, Louis Jaugstetter, Denis Neufeld, Dominik Reuter, Brian-Yendrick Sztorc, Lennart Holzkamm, Timo Löber, Andreas Kiel, Leif Heinsohn – Mittelfeld: Patrick Brillowski, Finn Herwig, Steffen Mech, Marvin Meyer, Helge Osmers, Waldemar Ott, Nicolas Fröhlich – Angriff: Andrej Edel, Matthias Michaelis, Sinan Reiter.

Trainer: Dariusz Sztorc.

Co- Trainer: Leif Heinsohn.

Betreuer: Helmut Lange.

Saisonziel: Eine sehr gute Mannschaft noch besser machen, dann ist alles möglich.

Favoriten: Keine Angabe.

Zumal das Team mit Andreas Kiel (TSV Ottersberg), Trainer-Sohn Brian-Yendrick Sztorc (TV Oyten) und Keeper Marcel Wachsmann (FC Schüttorf 09 II) gerade defensiv noch mal zugelegt hat. Offensiv war das nicht nötig. Da strahlt der TV Sottrum durch Matthias Michaelis, Andrej Edel, Finn Herwig oder Sinan Reiter schon reichlich Gefahr aus. Und auch ein Nico Fröhlich wagt nach langer Auszeit aufgrund seiner Kniescheibenprobleme (laterale Patellaluxation) einen erneuten Versuch. „Nach seiner Reha will er langsam wieder Fuß fassen. Auf so einen Spieler verzichte ich doch nicht“, sagt Sztorc.

Den erfahrenen Torjäger Michaelis möchte der Coach übrigens nicht mehr ganz so weit vorne im Sturm sehen. „In der Spitze ist er verschenkt. Wir wollen ja spielerisch was lösen und da ist er als hängende Spitze genau der richtige Wuseler, der alle Lücken nutzt, die sich ihm öffnen“, so der Trainer. Einziges Sorgenkind ist derzeit noch der Kapitän: Der frischgebackene Vater Patrick Brillowski plagt sich schon seit fünf Wochen mit Fußproblemen herum. „Aber wenn er fit ist, spielt er“, hat sich Sztorc bereits festgelegt.

Schlag auf Schlag mit Lennart Holzkamm

Wer ist ...
... der schnellste Spieler im Team?
Denis Neufeld. Ihm wurde schon gesagt, dass er ab dem Sechzehner abbremsen soll, damit er nicht ins Aus läuft. Matthias „Tiddy“ Michaelis ist zwar nicht mehr der schnellste, schafft es in seinem Alter aber noch, drei Zigaretten innerhalb von zehn Minuten zu rauchen, während die anderen sich schon umziehen.
... der Spieler mit dem härtesten Schuss?
Auf jeden Fall Sinan Reiter. Er hat nicht nur ein Pferdeschuss, er zeigt zudem in jedem Training aufs Neue seine Abschlussqualitäten.
... der Gute-Laune-Beauftragte?
„Tiddy“ hat schon immer gute Laune. Außerdem schafft es Steffen Mech immer wieder, die Mannschaft mit seinen Flachwitzen zum Lachen zu bringen. Auch wenn die Witze manchmal verdammt schlecht sind.
... der Spieler mit dem außergewöhnlichsten Spitznamen? Woher kommt er?
Unser Neuzugang Marcel Wachsmann, seit dem Trainingslager heißt er „Wichsi“ ... Eine Idee, die natürlich bei dem einen oder anderen Kaltgetränk zustande kam.
... der Spieler, der vor und nach der Partie am längsten in der Kabine braucht?
Ganz klar „Tony“, also Waldemar Ott. Wo andere fünf Minuten brauchen, braucht er immer 30. Der Letzte nimmt immer die Wertsachen mit, es ist zufällig immer „Tony“.
... der Kabinen-DJ?
Auch hier möchte „Tony“ immer mitmischen, auch wenn damit nicht jeder einverstanden ist. Marvin Meyer versucht sich ebenfalls öfter. Das regeln die beiden schon unter sich.
... der Spieler, der das skurrilste Idol hat?
Nach der Roten Karte von Tobias Engel gegen Westerholz wird ihm nachgesagt, dass er auf den Spuren Drobnys sei.
... der Spieler mit dem ausgefallensten Modegeschmack?
Auf dem Trainingsplatz ist es „Tiddy“. Immer wieder kommt er mit neonfarbigen Stutzen und bunten Trikots zum Training. Er ist nicht ganz damit einverstanden, dass Dariusz Sztorc nun eine einheitliche Farbe zum Training gefordert hat. „Darek“ gefällt der neue Look von „Tiddy“ aber.
... der Spieler, der am meisten Karten sammelt?
Im Training würde Finn Herwig schon ziemlich oft Karten kriegen, den einen oder anderen verletzten Spieler hatten wir durch ihn schon – auch wenn er sich natürlich keiner Schuld bewusst ist. Ich sammle auch oft, meistens durch Meckern, was die Mannschaftskasse natürlich freut.
... der Spieler, der das wichtigste Amt im Team übernimmt?
Der Getränkewart ist nach dem Training und Spiel natürlich immer gefragt, diesen Job übernehme ich, sodass immer ein kühles Blondes bereit steht. Aber auch „Gento“ Lange darf man nicht unerwähnt lassen. Er kümmert sich jedes Spiel um alle Utensilien, wodurch er die Mannschaft sehr entlastet.
... der Beständigste am Tresen?
„Lenni“ Reiter. Er behauptet immer wieder, dass er den besagten Schlüssel besitzt, mit dem er jede Party abschließt.

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