„An den Aufstieg denken“

3:2 gegen Scheeßel – Sottrum hat Ippensen im Blick

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Nico Fröhlich (am Ball) gelang in der Schlussphase der 3:2-Siegtreffer. Hier schauen ihm die Scheeßeler Benjamin Hensel (l.), Jewgenij Derr (hinten) und Jonas Teifel hinterher.

Sottrum - Von Matthias Freese. Der Mann des Spiels stand auf Seiten der Verlierer: Sebastian Bretzke zeigte Paraden in Serie, trieb den TV Sottrum in der zweiten Halbzeit fast schon zur Verzweiflung – und musste sich am Ende doch geschlagen geben.

Nico Fröhlich überwand den überragenden Keeper des SV Rot-Weiß Scheeßel in der 88. Minute des Nachhol-Derbys der Fußball-Kreisliga und brachte seinen Tabellenzweiten mit dem erlösenden Siegtreffer zum 3:2 (2:2) bis auf vier Punkte an Spitzenreiter SV Ippensen heran.

Sottrum dominiert nach eigenem Platzverweis

Ein volles Punktekörbchen bekamen die Sottrumer also über Ostern zusammen, nachdem am Sonnabend bereits der TuS Westerholz mit einem 3:1 (2:0) heimgeschickt worden war. Für Sottrums Coach Vitalij Kalteis der richtige Zeitpunkt, um klare Ziele zu definieren. „Wir müssen jetzt an einen möglichen Aufstieg denken.“ Selbst den Titel schloss er nicht mehr aus, zumal es noch zum direkten Gipfeltreffen mit Ippensen kommt. Den Relegationsplatz haben die Sottrumer bei noch sechs Partien und neun Punkten Vorsprung fast sicher. „Als kleinen Anpiekser hatte ich den Jungs die Tabelle schon mal vor dem Anpfiff aufgezeichnet“, berichtete Kalteis.

Am Erfolg gegen den Tabellenvierten gab es am Ende nichts zu deuteln. Das sah auch Scheeßels Coach Sven Schumacher so: „Ein hochverdienter Sieg“, meinte er und ergänzte: „Wir können einfach nicht mit der Unterzahl des Gegners umgehen.“ Schumacher spielte darauf an, dass sich Sottrum in der 58. Minute selbst geschwächt hatte, als sich Innenverteidiger Tim Lötters wegen eines wiederholten Fouls Gelb-Rot eingehandelt hatte. Scheeßel wusste damit nichts anzufangen, entwickelte überhaupt keine offensiven Aktivitäten mehr und ließ sich hinten geradezu reindrücken. „Wie die Mannschaft nach dem Platzverweis reagiert hat, war erste Sahne. Wir haben den Gegner attackiert und schwindelig gespielt“, freute sich derweil Vitalij Kalteis.

„Wir haben 10:2 gewonnen – gefühlt“

Einziges Manko: Die Gastgeber brachten es nicht fertig, rund ein Dutzend bester Chancen zu nutzen – allen voran die beiden Stürmer Matthias Michaelis und Andrej Edel scheiterten ein ums andere Mal an Sebastian Bretzke oder setzten das Leder übers Tor. Und auch einen Freistoß aus sieben Metern nach einem Rückpass von Hendrik Bruns auf Bretzke brachte Eike Buckenberger nicht im Kasten unter (80.). „Wir haben 10:2 gewonnen – gefühlt“, stellte Kalteis bester Laune hinterher fest, nachdem Fröhlich mit einem Linksschuss ins Eck doch noch für die Erlösung gesorgt hatte. Und Michaelis meinte: „Es gibt ja auch noch andere, die treffen.“

Er selbst hatte dabei schon in der zehnten Minute das 1:0 vorgelegt, doch ratzfatz war daraus ein 1:2-Rückstand geworden. Erst grätschte Jonas Teifel ein (15.), dann verwertete Florian Klee eine Vorarbeit von Benjamin Hensel (20.). Sottrum reagierte prompt und glich nach einer Fröhlich-Ecke per Kopf durch Lötters aus (21.), verpasste es aber, schon vor der Pause nachzulegen. Bis zur 88. Minute sollte Sebastian Bretzke etwas dagegen haben, dann war auch er machtlos.

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