„Ehrgeiz ist neu geweckt“

Sottrum holt die RSV-Urgesteine Slominski und Ott

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Im April jubelten Kay Slominski (Bild) und Waldemar Ott im Dress des Rotenburger SV II über ihre Treffer beim 2:1-Sieg gegen den TV Sottrum. Nun wechseln die RSV-Urgesteine die Seiten.

Sottrum - Von Vincent Wuttke. Am 29. April jubelten Kay Slominski und Waldemar Ott im Trikot des Rotenburger SV II noch über ihre Treffer beim 2:1 gegen den TV Sottrum. Künftig gehen die beiden in der Fußball-Kreisliga jedoch für den damaligen Konkurrenten auf Torejagd. Dabei sind Slominski und Ott RSV-Urgesteine. Immerhin müssen sich die beiden Mittelfeldspieler nicht an neue Trikotfarben gewöhnen. Es bleibt bei der Kombination rot und weiß. Die Freigabe für die Wechsel soll nun gegeben werden.

Damit hat der TV Sottrum nun ein Überangebot im Mittelfeld – ganz nach dem Geschmack von Trainer Vitalij Kalteis. „Wir haben einen schönen Konkurrenzkampf. Keiner kann sich mehr verstecken.“

Dabei sind die Wechselgedanken des Duos ganz zufällig entstanden. Als Ott beim Friseur saß, begegnete er Sottrums Stürmer Matthias Michaelis. Der Angreifer machte Ott eine „Luftveränderung“ schmackhaft. Zunächst war Ott noch nicht vollends überzeugt, denn seit der C-Jugend lief er für den RSV auf. Damals kam er vom TSV Dörverden. „Aber am nächsten Tag hat Vitalij angerufen“, erinnert sich der 34-Jährige an das Telefonat mit Sottrums Coach. Für Ott gab es zu diesem Zeitpunkt auch die Optionen, zum Bremervörder SC oder VfL Visselhövede zu gehen. Als Ott seinen Kumpel Slominski nach einem Neubeginn in Sottrum fragte und dieser Interesse zeigte, kamen die Steine ins Rollen.

Waldemar Ott

Für Slominski fühlt sich der Wechsel komisch an. „Mit dem Gedanken eines Wechsels habe ich vorher noch nie gespielt“, gibt er zu. Kein Wunder: Immerhin schnürte der 28-Jährige seine Schuhe seit der G-Jugend für den RSV und lief nie für einen anderen Verein auf. Nun sieht der Spielmacher aber die Zeit für eine Veränderung gekommen. „Eigentlich hatte ich mir eine Fußballpause vorgenommen, da ich nicht mehr richtig motiviert war und Abstand brauchte“, sagt Slominski. Er erlebte bei der RSV-Zweiten den Aufstieg in die Bezirksliga, lief drei Jahre in der Spielklasse als Stammspieler auf und war auch in der vergangenen Saison in der Kreisliga eine der wichtigen Säulen des Teams. Am Ende überzeugten Sottrums Trainer Vitalij Kalteis und sein „Co“ Daniel Mathies den Rotenburger von seinem ersten Wechsel. „Ich habe bei den beiden schnell gemerkt, dass sie stark interessiert sind. Das hat den Ehrgeiz geweckt, anzugreifen bei einem neuen Verein und neuem Umfeld“, so Slominski.

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