Freuer überrascht beim Sottrumer Turnier als Fünfter

Schneider bleibt der „König von Sottrum“

+
Kopfsache: Konzentriert blicken der Rotenburger Stefan Peters (l.) und der Berliner Ilja Schneider aufs Brett. Zum Zeitpunkt des Duells lagen beide punktgleich vorne.

Sottrum - Von Matthias Freese. Wenn Reinhard Piehl mit seiner Glocke läutet, wird’s ernst. Vor jeder der elf Runden rief der Turnierleiter die Strategen auf ihre Plätze, stellte aber auch schmunzelnd wie lobend fest: „Der Pawlowsche Hund kommt erst, wenn es klingelt. Das unterscheidet uns von ihm – hier sitzen viele schon vorher am Brett.“ Und eben dort wurde der Hannoveraner llja Schneider (SF Berlin) seiner Favoritenrolle gerecht. Der 31-jährige amtierende deutsche Blitzschachmeister wiederholte beim 23. Open des SC Sottrum seinen Vorjahreserfolg mit zehn Punkten vor Gerlef Meins (Werder Bremen/8,5).

Nur 63 Schachspieler waren dieses Mal im Hotel Röhrs am Start – weniger als sonst. „Die Verdener machen uns Konkurrenz“, verwies Michael Gilde, der Vorsitzende des SC Sottrum auf die parallel in der Reiterstadt ausgetragenen Landeseinzelmeisterschaften. „Da können wir nicht gegenanstinken“, stellte auch Organisator Bodo Becker fest.

Die bekannten Cracks kamen dennoch nach Sottrum – neben Schneider und Meins auch der mehrfache Sottrum-Sieger Tobias Jugelt (SF Lilienthal), der letztlich Dritter wurde. Nur diese beiden rangen Schneider ein Remis ab, doch erlaubten sich die Konkurrenten ansonsten ein paar Ausrutscher, sodass der Titelverteidiger mit der höchsten DWZ aller Starter (2434) bereits vor der letzten Runde uneinholbar vorne lag. „Es läuft einfach. Ich hatte in einigen Partien aber auch ein bisschen Glück“, gestand Schneider, der zum Abschluss Lokalmatador Ralf Freuer vom SC Sottrum bezwang. „Den Spannungsbogen zu halten, wenn der Gesamtsieg vorher klar ist, ist schon schwer. Aber man schießt sich beim Fußball ja auch nicht den Ball ins eigene Tor“, meinte Schneider.

Freuer war am Ende trotzdem die Überraschung des Turniers, landete er doch auf Rang fünf mit fünf Siegen, vier Remis und nur zwei Niederlagen (7,0 Punkte). Der an sieben gesetzte Stefan Peters vom SK Springer Rotenburg mischte in diesem Spitzenfeld ebenfalls munter mit, lag zusammen mit Schneider vor der fünften Runde sogar an der Spitze, ehe er seine erste Niederlage gegen den „König von Sottrum“ einstecken musste. Am Ende wurde der 29-Jährige Achter.

In Gruppe zwei begann Manfred Klein vom SC Sottrum mit einem Paukenschlag, in dem er den an Position vier gesetzten Olaf Pienski (SF Leherheide/DWZ 2123) bezwang. „Da haben meine Knie geschlottert“, räumte der 62-jährige Rotenburger ein. Anschließend wollte er aber wohl zu viel, knüpfte nicht mehr an diesen Erfolg an und unterlag unter anderem dem Teamkollegen Michael Gilde etwas überraschend. Letztlich belegte Klein Rang 20, direkt hinter Werner Block (SK Rotenburg). Bester Altkreis-Teilnehmer hier: Roland Becker (SC Sottrum), der als Neunter etliche Rivalen mit besserer DWZ hinter sich ließ.

In Gruppe drei sicherte sich der vereinslose Hellweger Stefan Helbron hinter Manfred Hedke (TuS Varel) und vor Peter Aminger (SC Sottrum) den zweiten Platz.

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Merkel, Trump und Co. beim G7-Gipfel auf Sizilien: Die Bilder

Merkel, Trump und Co. beim G7-Gipfel auf Sizilien: Die Bilder

Mit kurzer Hose ins Büro? Zehn Outfit-Fails im Sommer

Mit kurzer Hose ins Büro? Zehn Outfit-Fails im Sommer

Edel, sexy, elegant: So präsentierten sich die Stars bei der amfAR-Gala 

Edel, sexy, elegant: So präsentierten sich die Stars bei der amfAR-Gala 

Meistgelesene Artikel

1:0 im Festival der Fehlschüsse

1:0 im Festival der Fehlschüsse

Feiern oder trauern? Das wichtigste Spiel für den RSV

Feiern oder trauern? Das wichtigste Spiel für den RSV

Sottrums Timo Löber übers Saisonfinale, das Fernduell und Scheeßels Titelprämie

Sottrums Timo Löber übers Saisonfinale, das Fernduell und Scheeßels Titelprämie

Westerholz atmet nach 2:1 gegen Karlshöfen auf

Westerholz atmet nach 2:1 gegen Karlshöfen auf

Kommentare