Mit Freiburg gastieren die Spezialisten für knappe Siege in Rotenburg

Zu viele Fouls? Greve nimmt Harris in Schutz

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Flügel- und Centerspielerin Ashley Harris kommt bei den Avides Hurricanes immer besser zurecht, kassiert im deutschen Oberhaus aber noch zu viele Fouls.

Rotenburg - Die Eisvögel des USC Freiburg sind echte Experten. „Sie sind in der Lage, knappe Spiele zu gewinnen“, warnt Christian Greve, Coach der Avides Hurricanes, vor dem Heimspiel (morgen, 18.30 Uhr, Pestalozzihalle) in der Basketball-Bundesliga gegen die Breisgau-Damen. Alle ihre drei Siege fuhren diese mit ein oder zwei Punkten Differenz ein – gegen den BC Marburg (56:55), die Rhein-Main Baskets (69:67) und den TuS Bad Aibling (59:57).

„Wir wollen die Niederlage vom letzten Wochenende wettmachen“, erinnert sich Greve nur ungern an das 76:87 bei den THW Angels der BG Donau-Ries. „Es war kaum einer auf Normallevel, außer Ashley Harris, die ich da rausnehmen würde“, sagt der Coach. Und dass, obgleich die Amerikanerin erneut vorzeitig mit fünf Fouls ausschied und damit einsame Spitze in der Liga ist: 28 Fouls – so viele hat keine andere Spielerin gesammelt.

Haben die Referees Harris vielleicht auf dem Kieker? Oder hat sich die 24-Jährige, die im Sommer zu den Hurricanes stieß, noch nicht an die Regelauslegungen im deutschen Oberhaus gewöhnt? „Jeder muss sich erstmal darauf einstellen“, sagt Greve und findet: „Sie hat immer ein, zwei Fouls dabei, die unglücklich sind, auch weil sie in ihrer Art, sich aufzuposten, anders arbeitet. Aber es sind auch Fouls dabei, die wichtig sind – und dann nehme ich das auch hin.“ Einen Vorwurf macht der Coach seinem Neuzugang jedenfalls nicht.

Auch gegen Freiburg genießt Harris also das volle Vertrauen. Wieder zum Kader wird dann auch Constanze Wegner gehören, die aufgrund von Achillessehnenproblemen zuletzt pausiert hatte, und immer noch nicht ganz beschwerdefrei ist. Zu früh kommt die Partie noch für Hannah Pakulat, die nach ihrer langwierigen Virusinfektion erneut in der Reserve aushelfen wird. „Sie soll sich langsam rantasten und an die Belastung gewöhnen“, sagt Greve. Noch nicht sicher ist, ob Edda Schmidt für die Erste oder aber die Zweite auflaufen wird.

Klar ist hingegen, wem das besondere Augenmerk bei Freiburg gilt – es ist die Französin Soana Lucet. Die 27-jährige Flügelspielerin liegt bei nahezu allen Statistik-Werten in ihrem Team ganz vorne. Sie ist beste Scorerin (114), beste Rebounderin (51), erfolgreichste Dreier-Schützin (12), hat die meisten Freiwürfe verwandelt (22), die meisten Bälle geblockt (6) sowie am häufigsten gestealt (18) und die meisten Assists gegeben (19). „Um sie dreht sich alles, sie müssen wir in den Griff kriegen“, weiß Greve. „Aber Freiburg ist auch in der Tiefe sehr ausgeglichen.“ Dennoch ist er fest davon überzeugt, dass sich sein Team steigern wird: „Einige haben zuletzt nicht ihre Top-Leistung abgerufen und werden es jetzt sicher besser machen.“

maf

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