Rotenburg bezwingt Stedingen im hitzigen Hit – 36:34 / „Vielleicht gibt uns Sottrum Schützenhilfe“

„Frecher“ Bruns hält Hoffnung hoch

Sie bleiben im Rennen, wissen aber, dass es nur mit Schützenhilfe zur Relegation reicht: Konrad Fründ, Klaas-Marten Badenhop, Nick-Luca Dräger, Peter Kuhlmann, Luka Bruns, Tjark Dreyer, Daniel und Dennis Jäger sowie Fabian Knappik (v.l.). ·
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Sie bleiben im Rennen, wissen aber, dass es nur mit Schützenhilfe zur Relegation reicht: Konrad Fründ, Klaas-Marten Badenhop, Nick-Luca Dräger, Peter Kuhlmann, Luka Bruns, Tjark Dreyer, Daniel und Dennis Jäger sowie Fabian Knappik (v.l.).

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der Aufstiegsfunke glimmt immer noch! Die Landesliga-Handballer des TuS Rotenburg haben sich in einem hitzigen Hit in eigener Halle mit 36:34 (16:16) gegen die HSG Stedingen behauptet.

Damit haben sie dem aktuellen Tabellenzweiten die letzte Titelchance geraubt, den TSV Bremervörde II damit vorzeitig zum Meister gemacht und – noch wichtiger – sich selbst die Möglichkeit auf den Relegationsplatz zur Verbandsliga offengehalten. Zudem blieb die junge Wümme-Rasselbande auch im letzten Heimspiel ungeschlagen!

Nachdem Rotenburg auf Platz drei vorgerückt ist, da der VfL Fredenbeck III patzte, kommt nun alles auf den letzten Spieltag an. „Es könnte zwar besser aussehen, aber eine kleine Chance haben wir noch“, weiß auch Linksaußen Tjark Dreyer um die Ausgangssituation. Und selbst Rotenburgs Coach Götz Siegmeyer hat seine gewohnte Zurückhaltung etwas aufgegeben: „Ja, ein bisschen hoffen wir schon noch auf den zweiten Platz“, räumte er ein. Wohlwissend, dass der Sprung nur gelingen kann, wenn seiner Mannschaft am kommenden Sonntag ein Sieg beim TSV Altenwalde gelingt und gleichzeitig der Lokalrivale TV Sottrum bei der HSG Stedingen triumphiert. „Vielleicht können die Sottrumer uns ja Schützenhilfe geben“, so Siegmeyer.

Den Grundstein für ein vor kurzem kaum mehr für möglich gehaltenes Finale furioso legten die Rotenburger gegen die von reichlich Fans begleiteten Stedinger. Der Anhang der gefrusteten Gäste benahm sich dabei insbesondere nach dem Spiel alles andere als höflich gegenüber den Schiedsrichtern Enrico Marcks/Julia Marcks (HV Grasberg), die die Beleidigungen auch im Spielbericht vermerkten. Torwart Sascha Kranz musste einen aufgebrachten Zuschauer gar zurückhalten.

Der bärenstarke Rechtsaußen Luka Bruns hatte die Gastgeber quasi mit dem Pausenpfiff zum 16:16 geworfen und nach der Halbzeit beim 19:18 auch die für lange Zeit letzte Führung erzielt (34.). Fortan war vor allem Stedingens Linkshänder Paul-Philipp Lapsien eine ganze Zeit lang kaum zu stoppen, sodass er die Gäste aus dem Kreis Wesermarsch zum 24:21 führte (41.). Als Klaas-Marten Badenhop den Rückraumhalben jedoch besser in den Griff bekam und dieser sein Pulver verschossen hatte, setzten die Rotenburger zum unwiderstehlichen Schlussspurt an. Per Siebenmeter brachte Fabian Knappik die Führung beim 28:27 erstmals wieder zurück (49.), ehe Nick-Luca Dräger per Trickwurf den Ball wie eine Bowling-Kugel reinkegelte und Bruns auf 30:27 erhöhte (51./52.). Zwar verkürzte Sönke Dierks noch auf 34:35 (59.), doch der Ausgleich von Sören Döhle 30 Sekunden vor dem Abpfiff wurde wegen eines Fouls nicht gegeben. Die Stedinger waren nun endgültig auf der Palme, während Fabian Knappik die Nerven behielt und mit dem 36:34 die Entscheidung erzielte.

„Das Schöne ist, dass wir nach den Rückständen immer wieder herangekommen sind“, lobte Siegmeyer, der zudem in Konrad Fründ einen soliden Rückhalt im Kasten hatte. „Und wir hatten eine kompakte Abwehr, in der jeder jedem geholfen hat“, ergänzte der Coach. Im Angriff ragte neben dem achtfachen Torschützen Dräger natürlich Luka Bruns mit seinen zwölf Treffern heraus: „Das war frech von außen, wie er aus fast aussichtsloser Position trifft. Aber so lange er die Bälle reinmacht, ist es super“, findet Siegmeyer.

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