Hurricanes verlieren nach Verlängerung mit 73:83

Fouls verhindern den Coup

Clever vorbeigepasst: Frederic Nitsch (links) findet die Lücke, fällt am Ende aber verletzt aus.

Scheeßel - Von Matthias Freese. In der Verlängerung fehlten den Oberliga-Basketballern der BG ‘89 Hurricanes schlichtweg die personellen Möglichkeiten. Weil Malte Sievers sowie Florian Birk mit ihrem fünften Foul raus mussten und Frederic Nitsch in der Crunchtime umgeknickt war, verpassten die Mannen von Coach Sebastian Roy in einer hektischen Schlussphase die Überraschung gegen den Titelanwärter VfL Löningen. Trotz einer Zehn-Punkte-Führung zu Beginn des letzten Viertels unterlagen sie in Scheeßel noch mit 73:83 (71:71/41:31).

„Das musste raus, war aber nicht zielführend“, kommentierte Roy seinen Wutausbruch in Richtung der Referees Ronja Paeger und Myrko Sternbeck, der ihm 22 Sekunden vor dem Ende der Overtime ein technisches Foul einbrachte. Auslöser war allerdings die spielentscheidende und umstrittene Szene einige Momente zuvor gewesen, als Birk mit „sehr viel Kontakt“, so Roy, der Ball abgenommen wurde und er im Kampf um die Rückgewinnung des Spielgerätes sein fünftes Foul erhielt (44.). Anschließend zog Löningen davon.

Die Hurricanes müssen sich aber auch ankreiden lassen, dass sie in diesem Spitzenspiel, in dem ihnen Stammkraft Robert Wohlberg fehlte, überhaupt noch die Overtime zuließen. Und das lag weniger daran, dass Top-Scorer Hauke Sievers 8,4 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit nur einen seiner zwei Freiwürfe verwandelte – 71:71. Nach einer starken ersten Hälfte war der Vorsprung kurzfristig beim 45:43 zusammengeschmolzen (26.), dann aber durch einen 10:2-Run wieder angewachsen (30.). Allerdings bereitete Löningens Zonen-Halbfeldpresse dem Tabellenvierten spürbare Probleme – zu viele schlechte Pässe, zu viele Fehlwürfe waren die Folge.

Noch einmal konterten die Hurricanes den Führungswechsel (62:64/36.) und lagen nach erfolgreichen Dreiern von Tom Reinhard und Hauke Sievers bei noch 2:10 zu spielenden Minuten mit 70:66 vorne. Allerdings hatte sich kurz zuvor Malte Sievers sein fünftes Foul eingehandelt (37.) – das sollte sich rächen. „Es war die ganze Zeit auf beiden Seiten sehr physisch – und dann gibt es für einen Minikontakt beim Rebound ein Foul“, ärgerte er sich über die Entscheidung.

„Wir müssen nicht über die Schiedsrichter meckern“, meinte hingegen Coach Roy und schloss sich selbst ein. Er machte die Niederlage vielmehr daran fest, dass der Tabellenzweite Löningen den Druck erhöht hatte, ihm wiederum am Ende drei Routiniers ausfielen und er so nur noch sechs Akteure zur Verfügung hatte. So kam in den letzten Sekunden auch der 17-jährige Damian Heyne zu seinem Herrendebüt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Meistgelesene Artikel

Handballer in Corona-Zwickmühle: Partien aussetzen oder spielen

Handballer in Corona-Zwickmühle: Partien aussetzen oder spielen

Handballer in Corona-Zwickmühle: Partien aussetzen oder spielen
Jugendteams des Rotenburger SV planen den Aufstieg im zweiten Anlauf

Jugendteams des Rotenburger SV planen den Aufstieg im zweiten Anlauf

Jugendteams des Rotenburger SV planen den Aufstieg im zweiten Anlauf
Widerstand der Handballer wächst ‒ aber TuS Rotenburg tritt an

Widerstand der Handballer wächst ‒ aber TuS Rotenburg tritt an

Widerstand der Handballer wächst ‒ aber TuS Rotenburg tritt an
Bothels Coach Schlifelner: „Wir sind in der Findungsphase“

Bothels Coach Schlifelner: „Wir sind in der Findungsphase“

Bothels Coach Schlifelner: „Wir sind in der Findungsphase“

Kommentare