Foulbelastete Hurricanes unterliegen in Nördlingen mit 58:72

Nur Mallard ist in Play-off-Form

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Duell der Center: Kierra Mallard (l.) von den Hurricanes kam auf 26 Punkte und elf Rebounds, Nayo Raincock-Ekunwe zwar nur auf 18 Punkte, aber auf 20 Rebounds.

Scheeßel - Als das Spiel längst entschieden war, stand Christian Greve, Coach der Avides Hurricanes, mit den Händen in der Tasche am Spielfeldrand und drehte Melissa Jeltema bei ihrem letzten Wurfversuch den Rücken zu.

Auch wenn die Amerikanerin der BG Donau-Ries in diesem Fall nicht traf, so gingen ihre Nördlinger Bundesliga-Basketballerinnen mit dem 72:58 (44:32)-Heimsieg im Viertelfinale der Play-offs mit 1:0 in Führung. Ein Knackpunkt bei den Hurricanes: Die hohe Foulbelastung bereits zur Pause.

Wieder aufstehen: Cherina Kaiser hilft Ashley Harris in Nördlingen hoch.

Zur Halbzeit führte die BG ’89 in dieser Statistik nahezu uneinholbar mit 14:6! Auf der Liste der gefährdeten Spielerinnen in der Hermann-Keßler-Halle ganz weit oben: Ashley Harris und Pia Mankertz. Beide holten sich in der 19. Minute ihr viertes Foul ab, unmittelbar zuvor hatte Janae Young, der eine ganz wichtige Rolle als Sonderbewacherin von Jeltema zukam, ihr drittes kassiert. Mankertz’ Geste beim dritten Foul – ausgebreitete Arme – zeigten ihr Unverständnis, „weil ich ganz woanders stand“. Bei ihrer vierten Verwarnung hätten die Referees Alen Vukic und Nicolai Bohn auch durchaus Carina Högg für ihre Offensivaktion bestrafen können. Was dem Hurricanes-Kapitän aber vielmehr komisch vorkam: „Wir haben im ganzen Spiel nur vier Freiwürfe als Team gekriegt, die anderen 21 – das ist schon heftig. Die Statistik spricht für sich.“

Alleine daran wollten es aber weder Mankertz noch Coach Christian Greve („Donau-Ries hat unglaublich sauber verteidigt“) festmachen. „Ich hätte gerne ein engeres Match gehabt, aber wir haben ein paar leichte Optionen nicht genutzt und waren nicht so effektiv“, bemerkte der Übungsleiter, der mit einer so noch nie aufgebotenen Starting Five überrascht hatte. Für die verletzte Katarina Flasarova rutschte Andrea Baden ins Team, zudem erhielt Ashley Harris den Vorzug vor Laura Rahn.

Die intensive Verteidigung der Hurricanes funktionierte zunächst recht ordentlich, vor allem Janae Young hatte Jeltema gut im Griff. Dem amerikanischen Shooting Guard gelangen erst in der 14. Minute ihre ersten Punkte aus dem Spiel heraus. Dafür stellte Donau-Ries Mankertz über weite Strecken gut zu und hatte mit „Air Canada“ Nayo Raincock-Ekunwe eine zuverlässige Punktesammlerin (18) mit einer 75-Prozent-Ausbeute und eine überragende Rebounderin (20). Widersacherin Kierra Mallard stand ihr allerdings nicht groß nach – 26 Punkte, elf Rebounds.

Ihre beste Phase hatten die Hurricanes anfangs des zweiten Viertels, als sie mit einem 7:0-Run ein 25:21 vorlegten (12.). Unmittelbar danach folgte aber auch die schwächste Periode – Donau-Ries zog erst mit 28:25 vorbei (14.) und dann mit einem 10:0-Lauf auf 44:32 bis zur Pause weg. In der zweite Hälfte schien das Duell der Tabellennachbarn beim 53:36 durch Sidney Parsons entschieden (25.). Doch die Gäste meldeten sich eindrucksvoll zurück und schlossen nach Pakulats Korbleger bis auf fünf Punkte auf (52:57/32.). Nördlingen konterte aber, steckte selbst das Aus von Aufbauspielerinnen Parsons, die sich am rechten Fußgelenk verletzte, weg und ließ die Hurricanes fortan nicht mehr herankommen. Youngs fünftes Foul spielte keine Rolle mehr (38.).

„Noch ist aber alles drin“, blickte Pia Mankertz bereits auf das Rückspiel am Samstag in Scheeßel. Doch nur mit einem Sieg würde ihr Team ein drittes Entscheidungsspiel in Bayern erzwingen.

maf

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