Rotenburg Cyclones bestreiten nur Testspiele

Footballer ziehen zurück

Die Helme der Northern Uniteds liegen auf dem Rasen.
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Die Helme setzen die Spieler der Northern Uniteds in diesem Jahr nur noch bei Trainings- und Testspielen auf. In den Spielbetrieb greifen die Rotenburger dann erst in der kommenden Saison wieder ein.

Nach langer Corona-Pause haben die Herren der Rotenburg Cyclones sich vom Spielbetrieb dieser Saison abgemeldet. Trainer Stefan Amberger begründet die Entscheidung.

Rotenburg – Vor nun rund eineinhalb Wochen ist die Süd-Staffel der Oberliga Nord der American Footballer gestartet. Ursprünglich waren auch die Herren der Rotenburg Cyclones – bekannt als Northern United – dort eingeteilt, allerdings „haben wir uns dafür entschieden, unsere Meldung zurückzuziehen“, verrät Trainer Stefan Amberger. Stattdessen werden die Footballer in den kommenden Wochen einige Trainings- und Testspiele bestreiten.

Nach über einem Jahr Pause hatten die Northern Uniteds Mitte Mai das Training vorsichtig, mit Abstand und Corona-Tests wieder aufgenommen. Seitdem besteht der aktuelle Kader aus 25 bis 30 Spielern im Alter von 18 bis 30 Jahren, von denen allerdings „mehr als die Hälfte komplette Anfänger sind“, listet Amberger auf und nennt den Grund für den Rückzug aus dem Spielbetrieb: „Ich möchte persönlich nicht das Risiko als Trainer tragen, dass die neuen Jungs sich im ersten Spiel verletzen, weil sie die Härte noch nicht gewohnt sind.“ Zwei andere Probleme fügt Lars Michael, der Pressesprecher des American Football und Cheerleading Verbandes Niedersachsen (AFCVN), hinzu: „Andere Abmeldungen resultierten aus einem zu kleinen Kader oder daraus, dass sie als Verein die Auflagen nicht erfüllen konnten.“

Zweiteres war bei den Rotenburgern aber nicht der Fall. „Das wäre für uns kein Problem gewesen. Sonst hätten wir ja nicht zunächst gemeldet. Aber auch wir hatten zu wenig Leute. Zwar hätten wir antreten können, es wäre aber ziemlich hart geworden“, erklärt Rotenburgs Trainer, der nach Absprache mit seinen Spielern sich letztlich dafür entschied, im kommenden Jahr wieder in den Spielbetrieb einzusteigen. Ob dann in der Oberliga oder ein, zwei Klassen tiefer, mochte er aber noch nicht verraten. Nur so viel: „Wir sind im Verein im Moment am Machen.“ Die Möglichkeit hätten die Wümmestädter auf jeden Fall. Olaf Urbach, Vizepräsident Sport des niedersächsischen Football-Verbandes, versicherte auf Nachfrage: „Der Platz in der Liga bleibt erhalten. Und es wird auch keine Bestrafung für einen Rückzug geben.“

Für die kommenden Wochen bleibt den Rotenburgern also erst mal nur der Trainingsbetrieb – jeden zweiten Sonntag und Montag im Wechsel sowie jede Woche Mittwoch findet eine Einheit auf dem Ahe-Sportplatz statt – und die Testspiele. Ein Derartiges fand bereits gegen die Ritterhude Badgers statt. Jedoch standen nur 15 Spieler zur Verfügung. Zum einen lag dies an den Ferien, zum anderen „haben wir einige Soldaten, die nach Afghanistan mussten“, berichtet Amberger, der die Northern Uniteds gemeinsam mit Nicky Frenzel coacht. Nach dem Ferienende soll die Trainingsbeteiligung aber wieder steigen und dann „werden wir auch weitere Spiele bestreiten. Anfragen haben wir von anderen Vereinen bereits bekommen“.

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