Rotenburger SV II

Marvin Meyer verlässt die RSV-Reserve: „Football geht jetzt vor“

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Marvin Meyer (vorne) wird künftig nicht mehr für den Rotenburger SV II am Ball zu sehen sein. Er kehrt zum TV Sottrum zurück und will sich verstärkt dem American Football widmen. 

Rotenburg/Sottrum - Von Matthias Freese. Für den Rotenburger SV II ein herber Verlust im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga, für den TV Sottrum eine willkommene Verstärkung im Aufstiegsrennen der Kreisliga: Offensivspieler Marvin Meyer ist in der Winterpause von der Wümme an die Wieste gewechselt. „Dass ich die Freigabe bekomme, war vor der Saison mit Bernd Santl so abgesprochen“, berichtet der 23-Jährige von der Abmachung mit Rotenburgs Reserve-Coach.

Zwei Gründe sind für Meyers Wechsel entscheidend: Als Großkundenbetreuer ist er beruflich in ganz Europa unterwegs und verpasst deshalb manche Trainingseinheit. „Ich bin selten da – und die geilsten Spiele habe ich nun auch nicht gemacht“, sagt er selbstkritisch. Außerdem gibt es noch eine weitere Leidenschaft, der er künftig stärker nachkommen möchte: Meyer spielt American Football bei Northern United, der Gemeinschaft aus Rotenburg, Zeven und Vechta. In der vergangenen Saison gelang dem Team als Landesliga-Meister der Aufstieg in die Verbandsliga, der fünfthöchsten Klasse. „Aber weil wir mit dem RSV im Abstiegskampf stecken, habe ich beim Football viele Spiele verpasst“, merkt er an.

Mit Northern United in der Verbandsliga

Das soll künftig anders werden, denn „Football geht vor, weil es echt Bock macht“, verrät Meyer. Bei Northern United trägt der 1,80 Meter große und 77 Kilo schwere Sottrumer die Rückennummer 86 und ist als Running Back und Wide Receiver eingeplant.

Da es beim Football jedoch nur wenige Spiele gibt und die Saison von Mitte April bis Mitte September geht, lässt sich das mit seinem Engagement beim Dritten der Fußball-Kreisliga gut arrangieren. Mit Sottrums Coach Vitalij Kalteis stand er auch „ständig in Kontakt – und für mich war klar, dass ich wenn, dann nur nach Sottrum zurückgehe“. Von dort war er 2015 auch zum RSV gekommen. Damals durchaus mit der Perspektive, den Sprung in die Landesliga-Elf zu schaffen. Ein paar Mal gehörte der Flügelspieler auch zum Kader, kam zu Kurzeinsätzen unter dem damaligen Coach Jan Fitschen. Doch letztlich blieb er Stammkraft der Reserve. Auch in dieser Saison, ehe ein Sehnenabriss im Finger ihn zu einer Pause von Mitte August bis Anfang Oktober zwang. Am neunten Spieltag feierte Meyer beim 0:0 gegen den TuS Bothel sein Comeback und gehörte fortan wieder zu den Leistungsträgern. „Es hat mir auch echt Spaß in Rotenburg gemacht, aber ich habe vor der Saison gesagt, dass es zeitlich knapp wird. Da haben wir dann noch gesagt, dass wir bis zum Winter gucken, ob es passt“, betont Marvin Meyer. Es passt nicht mehr – die Prioritäten liegen für ihn jetzt woanders.

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