Was sich die Basis vom neuen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel wünscht

„Fördergelder für den Amateurbereich erhöhen“

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Die hiesigen Amateurvereine nehmen den neuen DFB-Präsidenten in die Pflicht.

Rotenburg - Der neue DFB-Präsident Reinhard Grindel ist ein Kandidat der Amateure – das ihm die Basis am Herzen liegt, hat der 54-Jährige aus Rotenburg auch mehrfach nach seiner Wahl betont. Doch was erwarten die Amateur-Clubs aus dem Kreis eigentlich vom neuen Boss in Frankfurt?

„Für die Region ist es mit Sicherheit nicht negativ. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich für die Amateure groß etwas ändern wird“, spricht Detlef Schwarz, Geschäftsführer des Bezirksligisten VfL Visselhövede, das aus, was viele meinen. „Die Profis wollen ja auch nicht viel abgeben.“

Das glaubt auch Carsten Tietjen, Fußball-Boss des SV Rot-Weiß Scheeßel, dessen Verein im Jugendbereich mit die meisten Teams im Kreis am Laufen hat. Die zunehmende Bürokratie – auch im unteren Bereich – stört ihn, vor allem aber beklagt er die Anstoßzeiten im Profbereich, die immer mehr ausgeweitet werden: „Das ist der Tod des Amateurfußballs. Wenn der HSV am Sonntag um 15.30 Uhr spielt, kommen bei uns 30 Zuschauer weniger.“ Tietjen hat deshalb einen ungewöhnlichen Wunsch: „Wenn Grindel es durchsetzen könnte, dass jeder Amateurverein einen Sky-Decoder bekommt, würden wir die Leute wenigstens am Platz halten.“

Hans-Jürgen Schlifelner hat da eine andere Hoffnung: „Ich glaube nicht, dass wir in naher Zukunft weitgreifende Veränderungen in der Struktur spüren werden. Dennoch ist es doch schön, dass der DFB-Präsident aus der Gegend kommt. Vielleicht kann er ja mal Profivereine dazu bringen, für ein Trainingslager oder zu Freundschaftsspielen in die Region zu kommen.“

Dagegen appelliert Rolf Brunckhorst, Vorsitzender des TV Stemmen, dass Grindel den Weg von Vorgänger Wolfgang Niersbach fortführt. „Niersbach hat in seiner Amtszeit ja schon versucht, die Amateurvereine immer weiter miteinzubeziehen. Ich hoffe, dass Grindel die Ideen von Niersbach weiter ausbaut und verbessert, damit der Amateurbereich auch in Zukunft weiterlebt und sich entwickelt.“

Für Brunkhorst ist Grindel auf jeden Fall der richtige Mann für den Posten als Vorsitzender des größten Sportverbands der Welt. „Allerdings wünsche ich mir von dem neuen DFB-Präsidenten, dass er die Fördergelder für den Amateurbereich erhöht, um damit gerade die Basis zu stärken. Denn ohne Kohle läuft dort gar nichts“, weiß Rolf Brunckhorst aus Erfahrung.

maf/vw/jdi

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