Flensburgs Coach lobt nach 40:24 Rotenburger Youngster / Auch Jäger gefällt

Misere hat’s Hahn angetan

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Rotenburgs Jens Koch (r.) wird hier erfolgreich vom Flensburger Björn Walluks bedrängt.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Wie gut, dass die beiden Städte so weit auseinander liegen, ansonsten müsste der Handball-Landesligist TuS Rotenburg ernsthaft um seinen Youngster Lukas Misere bangen. Der Goalgetter hatte es Matthias Hahn in der Qualifikationsrunde des DHB-Amateurpokals angetan. „Es wird nur eine geringe Aufwandsentschädigung gezahlt, daher brauchen wir aufgrund der geografischen Lage nicht darüber nachzudenken, solche Jungs zu uns zu holen“, gestand der Coach des Oberligisten DHK Flensborg. Doch der Favorit von der Ostsee war auch so auf jeder Position doppelt gut besetzt und wurde seiner Favoritenrolle schnell gerecht. Am Ende stand in der Pestalozzihalle ein souveräner 40:24 (22:13)-Erfolg zu Buche.

„Er hat einen guten Zug zum Tor. Aber auch der Torwart (Denis Jäger, Anm. d. Red.) hat gut gehalten“, lobte der Ex-Nationalspieler weiter. In der 53. Minute war Miseres Arbeitstag schließlich beendet. Er zog sich seinen Pullover über und verfolgte von der Bank aus, was die Gäste aufs Parkett zauberten. „Wahnsinn! Echt klasse, wie die Mannschaft gespielt hat“, fand der Rotenburger, der damit die Szene des Spiels ansprach: Es lief gerade die 20. Minute, als die Flensburger die rund 220 Zuschauer zum Staunen brachten: Linksaußen Timo Brüne und Rechtsaußen Jeppe Bruhn zeigten eindrucksvoll, wie Handball gespielt wird: Mit einem doppelten (!) Kempa-Trick wirbelten sie Rotenburgs Abwehr komplett durcheinander – Bruhn versenkte den Ball schließlich sehenswert in die Maschen.

Da die Gäste auch sonst ihr Potenzial jederzeit demonstrierten, konnte Hahn hinter der Auswechselbank einen ruhigen Nachmittag mit seiner Wasserflasche in der Hand verfolgen. „Wir hatten das Spiel über 60 Minuten klar im Griff. Somit war es für mich schon entspannend“, kommentierte der Ex-Nationalspieler hinterher.

Auch sein Pendant Steffen Aevermann erlebte einen ruhigen Nachmittag, schließlich war ihm bereits vor der Partie klar, wer das Heft in die Hand nehmen würden. „Flensburg hat das gezeigt, was wir erwartet haben. Die haben schon sehr starke Leute in ihren Reihen“, lobte Rotenburgs Trainer den Gegner. Nicht zufrieden war Aevermann dagegen mit deren 6:0-Deckung über die vollen 60 Minuten. „Mit unseren kleinen Rückraumspielern ist es natürlich schwer, gegen so einen Gegner aus der zweiten Reihe zu treffen“, meinte der Coach. Misere ließ sich davon nicht beirren und zog gleich mehrfach aus der Distanz ab – So, als sei es das normalste der Welt, einem Oberligisten einige Dinger einzuschenken. Am Ende war der 19-Jährige mit acht Toren bester Goalgetter.

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