„Flattermann“ kostet den Sieg

Poyraz führt Junior Hurricanes in die Verlängerung – 50:53

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Die neue Hurricanes-Centerin Chloé Souga (am Ball, vor Elisa Billepp) kam auf sechs Rebounds und sechs Punkte bei der Auftaktniederlage gegen Lichterfelde.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Viel bitterer hätten die U18-Basketballerinnen der Junior Hurricanes wohl kaum in die neue Saison der Nachwuchsbundesliga (WNBL) starten können. Mit einer Energieleistung hatten sie zum Ende der regulären Spielzeit einen Zwölf-Punkte-Rückstand aufgeholt und sich mit dem 46:46 (25:29) in die Overtime gerettet – um dort schließlich gegen den Vizemeister TuS Lichterfelde mit 50:53 in der Rotenburger Bodo-Räke-Halle zu unterliegen. „50 Punkte in einem Heimspiel sind zu wenig. Wir haben mehrfach die Chancen verpasst, unsere Korbleger reinzumachen“, sah Coach Tomas Holesovsky die Wurfquote als Hauptgrund für die Niederlage.

Vielleicht war aber auch ein wenig die Spielstätte schuld. „Ich weiß nicht, ob es daran lag, es ist ja nicht unsere Heimhalle“, rätselte auch Holesovsky. Jedenfalls taten sich seine Talente mit den Körben in der Bodo-Räke-Halle deutlich schwerer als im heimischen Scheeßel. Das zeigte sich unter anderem bei den Freiwürfen – nur 50 Prozent flatterten durch das Netz.

Schmerzlich vermisst wurde zudem Melda Tölle, die in Zivil und nur humpelnd durch die Halle schritt. Sie hatte sich am Donnerstag im Training das Knie verdreht – Klarheit über die Schwere der Verletzung soll heute eine MRT-Untersuchung bringen. Für Tölle erhielt mit Louisa Moritz (15) eine der Jüngsten im Team deutlich mehr Spielanteile. Sie machte einen guten Job als Guard.

Auffällig war im ersten Durchgang allerdings die noch deutliche Unterlegenheit unter den Körben, da lag Lichterfelde nicht nur mit 29:25 nach Punkten, sondern auch mit 22:12 bei den Rebounds vorne. Dafür gelang es den Hurricanes immer wieder mit großem Druck, Ballverluste der Berlinerinnen zu provozieren. Mit drei Steals in Serie gestalteten sie so auch das erste Viertel freundlicher und machten aus einem 5:15 ein 11:15. Der erste Dreier – erzielt durch Lotta Stach – zum 15:18 sollte keinen weiteren Aufschwung bringen, wieder zog Lichterfelde etwas davon, ehe Poyraz mit der Pausensirene auf 25:29 verkürzte. Bente Lademacher gelang der erste Ausgleich für die Gastgeberinnen zum 29:29 (22.), doch dann schien Berlin beim 46:34 durch Tabea Fox alles für sich geregelt zu haben (34.). Mitnichten! Den 12:0-Run zum 46:46 schloss Poyraz mit vier Punkten ab. In der Verlängerung setzte jedoch wieder der „Flattermann“ ein, Lichterfelde agierte da abgeklärter und brachte die Führung über die Zeit. „Wir haben gekämpft, aber es lag einfach an der Wurfquote – schade“, urteilte Holesovsky enttäuscht.

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