Fitschen stellt Abwehr um – RSV wird mit Punkt gegen Wolfsburg belohnt / „Super Reaktion“

Mit Klützke steht die Null wieder

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Guter Einsatz: Ferdi Yilmaz (l.) setzt sich gegen Wolfsburgs Hasan Dösemeci durch. Einen Treffer verpasste er knapp.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der passende Spruch kam von der Tribüne: „Zahnlose Wölfe“, rief einer der Stammgäste im Ahestadion den hochgehandelten Oberliga-Fußballern von Lupo Martini Wolfsburg in der Schlussphase der Partie hinterher.

Gegen die sicher stehende Abwehr des Rotenburger SV fehlte dem Titelaspiranten in der Tat der Biss. Für den Wümme-Club war das 0:0 nach zuletzt vier punktlosen Spielen deshalb auch ein Schritt heraus aus dem Tief – wenngleich es in der Tabelle anders aussieht. Bis auf den vorletzten Rang ging es runter.

Macht auch mal den Mund auf: Kevin Klützke.

Maßgeblich am Remis beteiligt: Kevin Klützke, der erstmals in dieser Saison in die Innenverteidigung zurückgekehrt war. An der Seite von Christoph Drewes verhalf er der RSV-Abwehr wieder zu der Stabilität, die in der Rückrunde der vergangenen Saison für manchen Sieg verantwortlich war. „Ich denke, es sah von außen nicht so aus, als hätten wir viele Chancen zugelassen. Wenn wir tief drinstehen, soll bei uns erstmal einer durchkommen“, bemerkte auch Klützke selbst. Hatte RSV-Coach Jan Fitschen den 23-Jährigen zuletzt noch als Sechser für unverzichtbar erklärt, wollte er „jetzt Sicherheit und einen spielstarken Innenverteidiger haben. Bei Kevin weiß ich, was ich kriege. Er hat die Erfahrung und Ruhe. Und Jannis Niestädt brauchte mal eine Pause.“ Klützkes Position vor der Abwehr übernahm Ferhat Kadah.

Zwar wirkten die Wolfsburger vor nur 65 Zuschauern ballsicherer, doch verpuffte ihre erste Druckphase schnell. Die richtig klaren Chancen besaßen die Rotenburger. Allen voran Stürmer Ferdi Yilmaz, der in der 29. Minute von Kadah geschickt wurde, Niklas Eilbrecht und Harry Pufal noch stehen ließ, den Ball aber nur an die Latte setzte. In der zweiten Hälfte blieben spielerische Akzente jedoch meist aus, da es der RSV oft nur mit langen, aber zu ungenauen Diagonalbällen aus der Abwehr heraus versuchte oder die wenigen Möglichkeiten nicht gut ausgespielt wurden. Atilla Iscan setzte einen Lupfer neben das Tor (68.), der eingewechselte Aleksandr Friauf scheiterte aussichtsreich aus spitzem Winkel an Keeper Lennart Gutsche (77.).

Von Wolfsburg kam wenig – und das, obgleich die Gäste ab der 73. Minute in Überzahl spielten. Schiedsrichter Markus Büsing (SV Hellern), der bei seinen Entscheidungen meist richtig lag, sich aber zunehmend in überflüssigen Diskussionen mit den Spielern verfing, hatte Kadah wegen eines angeblichen Fouls an Petrus Amin mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. „Man hat nicht gemerkt, dass wir einer weniger waren“, stellte Fitschen treffend fest. „Und wir haben eine super Reaktion gezeigt. Es ist nicht selbstverständlich, nach so einer Niederlage wie dem 0:5 in Northeim so ein Spiel zu zeigen.“

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