Fernseher aus, Computer an

London – Dimitri Peters ist da. Wer seinen dortigen Auftritt morgen sehen möchte, sollte aber lieber aufs Internet ausweichen, um sicher zu gehen. ·

Kreis-Rotenburg - Von Matthias Freese - Schwimm-Fans sind dieser Olympia-Tage gut dran. Sie sitzen bei ARD und ZDF in der ersten Reihe und bekommen so gut wie jeden Vorlauf live serviert. Judo-Fans müssen dafür auf der Rücksitzbank Platz nehmen, wohlgemerkt mit versperrter Sicht.

Wer etwa morgen den Auftritt des Rotenburger Halbschwergewichtlers Dimitri Peters sehen will, der sollte sich besser nicht aufs Fernsehen verlassen – sonst ist er verlassen. Er sollte lieber aufs Internet ausweichen.

Ob etwa Dimitri Peters’ Auftritt – um 10.44 Uhr deutscher Zeit steht der Auftaktkampf gegen Europameister Ariel Zeevi (Israel) an – in der morgen für die Übertragung zuständigen ARD gezeigt wird, kann selbst der Deutsche Judobund nicht sagen. Er wird von den Öffentlich-Rechtlichen ebenso wie der Zuschauer im Dunkeln gelassen. „Wir finden es auch sehr bedauerlich, dass wir keine Informationen bekommen“, sagt Pressesprecherin Birgit Arendt. Die Erfahrung der bisherigen Tage zeigt jedoch, dass zumindest die ersten Kämpfe der deutschen Judoka (und bis auf Ole Bischof kam ja noch keiner weiter) nicht live via TV übertragen werden. Wohl aber auf den Livestreams der ARD und des ZDF.

Die Qualität ist – trotz mancher Ruckel- oder Standbilder – übrigens im „Zweiten“ deutlich besser. Es empfiehlt sich also der Link http://www.zdf.de, um dann über die Mediathek zu den Livestreams zu gelangen. Ebenfalls gut, aber ohne Kommentator, sind die Streams der European Broadcasting Union. Zu empfangen sind diese unter http://www.eurovisionsports.tv/london2012. Das Rotenburger Restaurant Rocas überträgt übrigens morgen alle Livestreams von Dimitri Peters’ Kämpfen auf einer Leinwand.

Auf direkte Unterstützung aus der Heimat muss der Unterstedter im ausverkauften Londoner ExCeL, der Austragungsstätte der Judo-Wettkämpfe, allerdings verzichten. Seine Familie ist daheim geblieben, um ihn nicht abzulenken. Und auch vom TuS Rotenburg werden keine Fans rüberkommen. „Ich war bei der Kartenbestellung zu zögerlich und zu spät aktiv“, gestand Rotenburgs Judo-Boss Volker Mitschke. Auch der Vorsitzende des TuS Rotenburg, Rolf Ludwig, feuert das Aushängeschild des Vereins nicht vor Ort an, kündigt aber an: „Wir machen hier in Rotenburg einen Empfang, wenn Dimitri es möchte.“

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