FC Walsede ringt Bülstedt/Vorwerk mit 3:2 nieder / Von Frieling trifft doppelt

Feist sorg für das „Finale to huus“

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Nur mit unfairen Mitteln kann Walsedes Nils Lüning hier von Marlo Suhr gestoppt werden.

Westerwalsede - Von Nicolas Treboute. Immer wieder blickte Uwe Henke in der Schlussphase auf seine Stoppuhr. Und diese sagte dem Trainer des FC Walsede, dass die angezeigte Nachspielzeit von drei Minuten schon überschritten war. Und auch dem Teil der knapp 300 Zuschauer, die es mit den Gastgebern hielten, war die Anspannung anzumerken. Jeder gewonnen Zweikampf, jeder Befreiungsschlag, jedes gewonnene Laufduell sorgte für lautstarke Anfeuerungsrufe – und am Ende hatte Schiedsrichter Lucas Lemke (SV RW Scheeßel) ein Einsehen und pfiff ab. Damit war die Überraschung im Halbfinale des Fußball-Kreispokals perfekt: Der FC Walsede aus der 1. Kreisklasse zog mit dem 3:2 (1:1)-Erfolg über den TSV Bülstedt/Vorwerk ins Endspiel ein und bekommt damit am 2. Juni sein „Finale to huus“.

„Ich habe die ganze zweite Halbzeit gezittert und muss jetzt an 2006 denken. Da haben wir den Pokal gewonnen. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas noch einmal passiert“, erklärte ein überwältigter Coach Henke, dessen Mannschaft von der ersten Minute an anzumerken war, dass sie sich den großen Traum vom Endspiel auf heimischem Terrain erfüllen wollte. Zwar hatten die Gäste zumeist den Ball, wussten allerdings wenig damit anzufangen. Walsede setzte auf Konter und strahlte vor allem über seine Sturmspitze Benneth von Frieling Gefahr aus. Der Goalgetter sorgte auch für die Führung des Außenseiters, als er den Ball per Bogenlampe über Schlussmann André Schwarmann in die Maschen setzte (28.). Bülstedt wurde daraufhin zwingender und meldete sich kurz vor der Halbzeit durch einen Freistoßtreffer von Nikolas Lappenberg zurück (45.) in der Partie.

Als Mario Woltmann eine mustergültige Flanke von Simon Loth per Kopf zum 2:1 (54.) verwertete, schien es, als ob der Kreisligist doch alles in geordnete Bahnen lenken würde. Doch da hatte er die Rechnung ohne von Frieling gemacht, der von Krämpfen geplagt zehn Minuten vor dem Ende ausgewechselt wurde. Doch in der 57. Minute war er zur Stelle und nickte eine Freistoßflanke von Nils Lüning zum 2:2 ein. Nur zwei Zeigerumdrehungen später verwertete Matthias Feist, sonst in der Zweiten aktiv, den wohl schönsten Angriff der Partie zum 3:2 und löste damit eine riesige Walseder Jubeltraube aus.

Mit viel Herz und großem Kampf verteidigten die Gastgeber ihren Vorsprung und erhielten neben dem Endspieleinzug eine weitere Belohnung. „Mein Opa hat eine Siegprämie für die Mannschaft von 150 Euro ausgelobt“, verriet von Frieling, der nun vom ganz großen Coup träumt. „Das ist eine einmalige Chance. Jetzt wollen wir auch den Pott“, sendete er eine Kampfansage an den Finalgegner Bremervörder SC.

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