RSV feiert 5:1 im Kellerduell in Göttingen / „In der ersten Halbzeit hat alles gepasst“

Bei Iscan und Baris platzt der Knoten

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Starker Auftritt: Atilla Iscan (l.) erzielte zwei Tore. Hier behauptet er sich gegen Göttingens Daniel Washausen.

Rotenburg - Nach diesem Befreiungsschlag war der Coach besonders gut gestellt. „Auswärtssieger Jan Fitschen“, meldete er sich am Telefon. Schließlich hatten seine Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV gestern nicht nur das Kellerduell beim 1. SC Göttingen 05 gewonnen, sondern die Gastgeber in ihrem Jahnstadion gleich mit 5:1 (4:1) verspeist.

Zur Belohnung rückte die Wümme-Elf wieder auf den drittletzten Platz vor und liegt nur noch drei Zähler hinter den Nichtabstiegsrängen. Ebenso überraschend wie der Sieg in dieser Höhe war die Tatsache, dass Ercan Baris und Youngster Atilla Iscan jeweils doppelt trafen.

Für den optimalen Start hatte Dennis Janssen mit seiner Führung in der zehnten Minute gesorgt. Vor fast 400 Zuschauern legten Baris sowie Iscan mit ihren Treffern innerhalb von vier Minuten zum beruhigenden 3:0 nach (22./26.). Als Mittelfeldspieler Baris in seinem zweiten Spiel von Beginn an sogar den vierten Treffer beisteuerte, deutete sich der höchste Saisonerfolg an. Auch noch, nachdem Göttingens Lamine Diop in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verkürzte.

„Wir hatten einen Plan – und den haben die Jungs in der ersten Halbzeit ganz stark umgesetzt. Da hat alles gepasst“, urteilte Jan Fitschen. Allerdings attestierte er dem Gegner auch, dass er „bis zum Ende Moral bewiesen hat“. Seine Mannen ließen hingegen im zweiten Durchgang die Zügel etwas schleifen. „Da hätten wir es noch einen Tick souveräner runterspielen müssen. Aber Schwamm drüber“, meinte der Coach. So erhöhte der RSV zwar durch Iscan noch auf 5:1 (74.), mehr Treffer fielen jedoch nicht. Kurios übrigens: Die Wümmestädter hatten in den 13 Spielen zuvor nur neun Tore erzielt. Nun gab es durch Iscan, der im 4:4:2-Verbund an der Seite von Kapitän Tim Ebersbach angriff, auch die ersten Stürmer-Tore der Saison. „Dass die Jungs sich so entwickeln, ist auch ein Fingerzeig, dass wir gut arbeiten“, so Fitschen.

Ihm drohen jedoch neue personelle Ausfälle, denn Abwehrchef Christoph Drewes hatte sich bereits in der ersten Hälfte das Knie verdreht, Tobias Kirschke schied mit Oberschenkelproblemen aus. Die Laune ließ sich Fitschen dadurch nicht verderben. Und er witzelte: „Eigentlich muss der Verein jetzt immer einen großen Bus chartern, denn jedes Mal haben wir dann auch gewonnen.“

maf

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