NFV ändert Ordnung

Fehlverhalten: Vereine haften für ihre Fans

In Pennigbüttel musste sich Referee Nikolas Wilckens beschimpfen lassen, seine Assistenten wurden sogar angegriffen. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) nimmt seine Vereine in die Pflicht und ändert auf Empfehlung des Präsidiums zur neuen Saison voraussichtlich die Rechts- und Verfahrensordnung sowie die Spielordnung. Künftig haften die Clubs auch dann für Vergehen ihrer Anhänger, wenn sie sich selbst nicht schuldhaft verhalten haben.

„Die schon jahrzehntelang von den Verwaltungs- und Rechtsorganen des NFV ausgeübte und nicht beanstandete Praxis, das schuldhafte Fehlverhalten von Anhängern ihrem Verein zuzurechen, erhält damit eine novellierte Rechtsgrundlage“, erklärt NFV-Direktor Steffen Heyerhorst. Die bisher gängige Handhabung war durch zwei Sportgerichtsurteile gegen den SV GW Firrel und TuS Celle FC ins Wanken geraten. Beide Vereine waren nach einem Fehlverhalten ihrer Fans vom Verbandssportgericht freigesprochen worden.

Der Fall des SV Pennigbüttel liegt derweil beim Sportgericht unter Vorsitz des Rotenburgers Rüdiger Wiegand. In der Landesliga-Partie gegen den Rotenburger SV war ein Pennigbütteler Fan gegen die Assistenten Marvin Hauschild und Noah Thiel auf dem Weg in die Kabine handgreiflich geworden, nachdem Referee Nikolas Wilckens (SV Drochtersen/Assel) neun Minuten nachspielen lassen hatte. 

„Bis Ende April laufen die Fristen für die Stellungnahmen, dann gucken wir, ob mündlich oder schriftlich verhandelt wird“, so Wiegand. Die Frage, die es zu klären gilt: Hat Pennigbüttel fahrlässig gehandelt und das Gespann nicht ausreichend geschützt? „Wir müssen auf Bezirksebene das Thema Ordner angehen. Als Ordner muss ich hellwach sein und den Schiedsrichter schützen“, betont Wiegand.

Er selbst hat diese Saison viel Arbeit auf dem Tisch und berichtet von bisher 41 Verfahren im Bezirk. „Teilweise Kinderkram“, wie er sagt. Oft gehe es darum, dass Vereine versuchen, die von der Spielinstanz ausgesprochenen Sperren gegen ihre Spieler mit einem Einspruch beim Sportgericht zu reduzieren.

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