2. Kreisklasse Nord: Brilliter Spieler gehen nach Tätlichkeit eines Oerelers vorzeitig vom Platz

Faustschläge auf dem Fußballplatz

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Hinter diesen sechs Buchstaben steckt deutlich mehr als nur ein Spielabbruch … ·

Brillit - Von Michael Brinkmann (Bremervörder Zeitung). Der Fußballnachmittag in Brillit war am Sonntag vorzeitig beendet. Beim Stand von 4:0 für den TSV Oerel-Barchel verließen die Gastgeber geschlossen den Platz.

Ein Oereler Spieler soll in der Partie der 2. Kreisklasse Nord zwei Spieler des GSV Brillit mit Fausthieben verletzt haben. Der Schiedsrichter hatte die Aktion, die zu den anschließenden Tumulten führte, nicht gesehen. Er musste die Partie vorzeitig beenden, weil die Brilliter nicht mehr weiterspielen wollten.

Die Begegnung war in der zweiten Halbzeit lange entschieden. Der TSV Oerel-Barchel führte klar mit 4:0, und die Partie verlief bis zur 70. Minute fair und ohne Besonderheiten. Es gab lediglich eine Gelbe Karte wegen Ballwegschlagens. Dann aber habe Oerels Offensivspieler S., der erst kurz zuvor eingewechselt worden war, ausgerastet und soll – so die Aussage von Brilliter und auch Oereler Spielern – einem jungen GSV-Akteur aus heiterem Himmel mit der Faust in den Bauch geschlagen haben. Der Spieler ging zu Boden, ließ sich anschließend im Krankenhaus untersuchen und erwägt, nach Aussage von GSV-Verantwortlichen, Strafanzeige bei der Polizei zu stellen.

Diese Szene hatte sich im Rücken von Schiedsrichter Klaus Borchers abgespielt, der deshalb auch keine Rote Karte zeigte. Anschließend kam es binnen Sekunden zu Tumulten. Brilliter Spieler stürmten auf den Oereler Übeltäter zu und bedrängten ihn. Dabei soll es zu einem weiteren Faustschlag gegen einen Brilliter gekommen sein. Das konnte Schiedsrichter Borchers im Gespräch mit der Bremervörder Zeitung allerdings nicht bestätigen. Verantwortliche beider Vereine und der Schiedsrichter hatten Mühe, die Gemüter zu beruhigen, brachten beide Lager aber schließlich wieder auseinander. Nach kurzer Besprechung teilten die Fußballer des Gastgebers mit, dass sie nicht mehr weiter spielen würden – mit der Begründung eine weitere Eskalation vermeiden zu wollen. Der Unparteiische beendete daraufhin diese denkwürdige Partie. „Ich bin seit 34 Jahren Schiedsrichter. So etwas habe ich noch nicht erlebt, und die Vorfälle machen mich wirklich betroffen“, sagte Klaus Borchers, der seinen Bericht zu den Vorkommnissen noch am Sonntagabend an den zuständigen Staffelleiter Gerhard Schröder geschickt hat. Geschockt war am Sonntag auch Oerels Trainer Lutz Kiesow. Der hatte den Faustschlag zwar selbst ebenfalls nicht gesehen, sagte aber, dass Vereinkollegen und Spieler den Vorfall bestätigt hätten. „Das ist eine ganz schlimme, grobe Unsportlichkeit und durch nichts zu entschuldigen. Er ist ein guter Fußballer und auch sonst umgänglich. Auf dem Platz hat er sich aber nicht im Griff. Selbst wenn er vom Sportgericht nicht gesperrt werden sollte, werden wir intern unsere Konsequenzen ziehen – auch wenn wir uns dadurch sportlich schwächen sollten. Es steht der Ruf des Vereins auf dem Spiel“, sagte Kiesow, zumal S. in der Vorsaison einen Platzverweis wegen Schiedsrichterbeleidigung kassiert habe.

Oerel-Barchels Fußballobmann Matthias Meyer nahm ebenfalls zu den Vorfällen Stellung. Mannschaft, Vorstand und Trainer wollen in den kommenden Tagen das weitere Vorgehen „in Ruhe besprechen“. Meyer geht aber davon aus, dass der Spieler S. von Vereinsseite eine längere „Denkpause“ bekommen wird. Das Verhalten des Torjägers sei in keinster Weise zu tolerieren.

Kritisch bewertet Oerels Coach allerdings, dass die Brilliter das Spiel nicht beenden wollten. Das sei aus seiner Sicht möglich gewesen. Über die Wertung wird jetzt entweder Staffelleiter Schröder oder das Kreissportgericht entscheiden.

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