„Familienunternehmen“ hat die Zügel am 5. Juli beim Sandbahnrennen in Mulmshorn in der Hand

Ohne die „Haltermänner“ läuft nichts

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Sandige Angelegenheit: Die Rennen auf dem Wümmering sind alles andere als sauberer Sport.

Mulmshorn - Von Matthias Freese. Ein kleines Familienunternehmen ist verantwortlich dafür, dass auch bei der 41. Auflage wieder alles reibungslos über die Bühne geht. Beim Sandbahnrennen des MSC Mulmshorn läuft nichts ohne die „Haltermänner“. Im Mittelpunkt stehen am 5. Juli erneut die internationalen Solisten sowie die Seitenwagen-Gespanne. Die fighten auf dem 750 Meter langen Wümmering um den Bahn-Pokal des Deutschen Motor-Sport-Bundes.

Brigitte Haltermann ist die langjährige Vorsitzende des 84 Mitglieder starken Motorsport-Clubs, Sohn Andre ihr Stellvertreter und zugleich Rennleiter, Schwiegertochter Karin fungiert als Pressewartin. Und mittlerweile rast auch die dritte Generation nach vorne: Enkel Nick Haltermann, gerade erst elf Jahre alt, startet in dieser Saison bei den B-Junioren in der 125-Kubikmeter-Klasse, die tags zuvor ihren Sieger auf der innenliegenden, 350 Meter langen Speedway-Bahn ausfahren. 22 Rennen in ganz Deutschland stehen in dieser Saison übrigens auf dem Rennplan des selbstbewussten Fünftklässlers, der mit seinen Eltern in Syke-Okel wohnt. Da ist das Rennen in Mulmshorn ein echtes „Heimspiel“.

Das gilt auch für Sonja Dreyer, die im letzten Jahr aufgrund einer Verletzung ihrer Fahrers Jan Dijkema zum Zuschauen verdammt war. Die 25-Jährige aus Waffensen steigt schon seit 2010 als Beifahrerin ein – jetzt hat sie sich mit dem Buchholzer Jens Voss verbündet und plant den Angriff auf den begehrten Bahn-Pokal, einen Prädikatslauf also. „Das A und O ist der Start – wenn man da nicht wegkommt, hat man verloren“, weiß Sonja Dreyer. Bei der Premiere der beiden, im April in Schwarme, war es jedoch eher die Maschine, die Probleme bereitete. Das soll nicht wieder passieren, als Testlauf dient das Rennen in Mühldorf im Rahmen der Langbahn-Team-WM am Sonntag.

Die Konkurrenz in Mulmshorn ist allerdings nicht ohne: Vor allem das Amazonen-Duo Janina Würtele und Julia Starke gilt als Top-Favorit, wird es doch vom elffachen Europameister Thomas Kunert unterstützt. Würtele stammt zudem aus einer erfolgsverwöhnten Motorsportfamile – ihr Onkel Gerd Riss ist Deutschlands erfolgreichster Langbahnfahrer, ihr Cousin Eric amtierender Langbahn-Weltmeister und Neu-Profi in England.

Auch bei den internationalen Solisten „haben wir ein sehr gutes Fahrerfeld“, findet Brigitte Haltermann. Vorjahressieger Enrico Janoschka ist ebenso dabei wie der WM-Teilnehmer Matthias Kröger oder sein alter Rivale Jörg Tebbe. Für den MSC Mulmshorn jagen der mehrmalige Gespann-Europameister Markus Eibl, der Holländer Mark Beishuizen und der Engländer David Speight durch das Oval. Start der Rennen ist um 13.30 Uhr.

Damit der MSC Mulmshorn nicht zubuttert, „müssten wir schon 1200 zahlende Zuschauer haben“, verrät Brigitte Haltermann. „Aber die werden auch kommen“, ist sie überzeugt. „Und hoffentlich sind es noch ein paar mehr.“

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