Hassendorfer trifft im Kreispokal fünffach / „Guter Start“

Bei Fahrenholz hält die Hüfte wieder

Marc Fahrenholz musste aufgrund eines zweifachen Hüftbruches bereits eine 14-monatige Auszeit überstehen. - Foto: Woelki

Hassendorf - Von Vincent Wuttke. Vor etwas mehr als zwei Jahren erlebte die Fußball-Laufbahn von Marc Fahrenholz einen herben Einbruch. Nach einem zweifachen Bruch seiner Hüfte musste der 22-Jährige operiert werden und 14 Monate lang auf Sport verzichten. Aus dem Vorhaben, beim TSV Ottersberg in der Landesliga anzugreifen, wurde deshalb nichts. Stattdessen geht Fahrenholz seit elf Monaten wieder für seinen Heimatverein TV Hassendorf auf Torejagd – mit Erfolg. In der ersten Hauptrunde des Kreispokals schlug der zentrale Mittelfeldspieler gegen den TuS Hemsbünde beim 11:0 (4:0) fünffach zu.

„Es ist wieder alles gut. Ich merke nichts mehr bei meiner Hüfte“, sagt Fahrenholz. Er kämpfte sich durch Krankengymnastik und viele Laufeinheiten wieder heran an die Mannschaft. Nach seiner Rückkehr auf den Platz konnte der Hassendorfer schnell wieder auf seine Fähigkeiten zurückgreifen.

Es noch einmal höherklassig zu versuchen, hat Fahrenholz jedoch nicht mehr im Kopf. „Das ist für mich in weiter Ferne. In Hassendorf habe ich viele meiner Freunde mit dabei und keinen großen Aufwand“, sagt der Tischler, der seine Jugend als Angreifer bei der JSG Wümme absolvierte. Stattdessen will er versuchen, seine Mannschaft auf Kurs zu bringen. Dafür möchte der Spielmacher mehr Verantwortung übernehmen. „Die Jungs fordern von mir ein, dass ich ein Wortführer bei uns werden soll. Das will ich auch sein“, sagt er.

Fahrenholz ist auch auf dem Platz ab sofort noch mehr gefordert. Mit Innenverteidiger Samet-Can Ögütücen, Mittelfeldmann Martin Janot (beide TSV Ottersberg) und Torjäger Christian Hennings (TSV Otterstedt) haben drei Leistungsträger den TV Hassendorf verlassen. Diese Lücken wurden nicht durch auswärtige Akteure gefüllt. Stattdessen sind nun Florian Apmann aus der eigenen Reserve sowie die A-Jugendlichen Nicolas Otten und Thorian Cernek aufgerückt. „Fußballerische Qualität ist uns etwas abhanden gekommen. Aber die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut“, macht sich der Torjäger keine Sorgen um die Leistungsfähigkeit seiner Elf: „Wieder ganz vorne mitzuspielen, wird sicher schwer. Aber wenn es am Anfang gut läuft, kann auch eine Eigendynamik entstehen.“

Beim TV Hassendorf weht auch deshalb ein frischer Wind, weil nach dem Rückzug des langjährigen Trainers Wilfried Vajen mit Ali Lohmann ein neuer Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie steht. Der neue Coach fordert vor allem eine bessere Verständigung seiner Mannschaft. „Deshalb war in der Vorbereitung auch mal ein Kommunikations-Trainer bei uns“, verrät Fahrenholz, der dabei besonders aufmerksam war.

Der Mittelfeldspieler darf bei Lohmann die Wege nach vorne immer wieder mitmachen. Diese Freiheit nutzt Fahrenholz aus. Im Pokal gegen Hemsbünde war er nicht zu halten und traf in der 38., 55., 58., 66. und 71. Minute. „Es hat alles gepasst und es war kein schlechter Start in die Pflichtspiele“, erklärt der überragende Mann und lacht. Wann er das letzte Mal fünf Treffer in einer Begegnung schoss, weiß er nicht mehr. „Das muss aber in frühester Jugend gewesen sein.“

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