Startnummer 12

Eyck Müller (SG Unterstedt, Fußball)

Verlieren ist nicht sein Ding: Eyck Müller peilt mit Unterstedt II den Durchmarsch an.

Unterstedt - Der 19. November 2017 war ein besonderer Tag in der Trainerlaufbahn des Eyck Müller. Da musste er in seiner Amtszeit die bisher einzige Niederlage mit seiner SG Unterstedt II hinnehmen - in eineinhalb Jahren! Damals endeten die 90 Minuten in einer Schlammschlacht der 3. Kreisklasse Mitte gegen den TuS Tarmstedt II mit 1:3. Doch weil seine Fußballer in den anderen 34 Partien ungeschlagen blieben, gehen die Grün-Weißen ab Sommer wohl in der 1. Kreisklasse an den Start. Nach der Meisterschaft in der 3. Kreisklasse ist die Reserve auch eine Liga höher das Maß aller Dinge.

Der Durchmarsch ist mehr als wahrscheinlich, denn das Team dreht seit dem Einstieg von Müller im Sommer 2017 als Nachfolger von Otto Kettenburg richtig auf. Ein Schnitt von 2,6 Zählern und eine Differenz von 170:38 Toren stehen in der Bilanz des 30-Jährigen - kein Coach im ganzen Kreis dürfte solch eine Quote vorweisen können.

„Ich glaube, es läuft auch so gut, weil ich selbst nicht mehr auf dem Platz stehe“, scherzt der Unterstedter, der bis 2017 noch aktiv war. Und er sagt: „Ich versuche, ein freundschaftliches Verhältnis zu meinen Spielern zu haben. Ich bin nicht viel älter als sie und muss nicht ständig den Chef raushängen lassen. Die Jungs wissen schon durch meine Ansprachen und die Trainingseinheiten, wie sehr ich brenne.“ Müller versteht es, seine Spieler zu motivieren. So treffen sich die Akteure aktuell auch außerhalb des regulären Trainings immer wieder zum Kicken in der Halle. Dem Trainer ist neben dem Spaß vor allem der Zusammenhalt seiner Elf wichtig. „Deshalb haben wir im Sommer auch viel Freizeit miteinander verbracht.“ Der Anführer hängt sich auch außerhalb des Platz rein und opfert viel Zeit für seine Leidenschaft und seinen Verein.

Mittlerweile ist Müller - der auf Aushilfen von oben verzichtet - durchaus selbstbewusst. Zu Beginn der aktuellen Spielzeit ging es dem C-Lizenz-Inhaber noch darum, nicht bloß um den Klassenerhalt zu spielen. Die harten Einheiten, bei denen er auch selbst oft mitmacht, zahlten sich aus. Die Kondition ist stets das große Plus. „Wir wollen natürlich in die 1. Kreisklasse. Dafür müssen wir aber konzentriert bleiben und als Team weiter funktionieren“, sagt der zweifache Familienvater.

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