Landessozialgericht hebt Urteil gegen Heeslingen auf

Ex-TuS-Vorstand ist aus dem Schneider

„Wir halten zusammen“ hatten sich die Fußballer des TuS Heeslingen im Mai 2012 auf ihre Shirts drucken lassen.
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„Wir halten zusammen“ hatten sich die Fußballer des TuS Heeslingen im Mai 2012 auf ihre Shirts drucken lassen.

Heeslingen - Von Oliver Moje. Sieg vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen: Der TuS Heeslingen muss keine 630 000 Euro an Rentenversicherungsbeiträgen nachzahlen. In der Revisionsverhandlung erklärte das Gericht die Bescheide der Rentenversicherung für rechtswidrig und hob das Urteil des Sozialgerichtes Stade auf.

„Dafür haben wir lange genug gekämpft.“ Beim ehemaligen Vorsitzenden des TuS Heeslingen, Bernhard Eckhoff, überwiegt erst einmal die Erleichterung, dass die Forderungen vom Tisch sind. Für diese hätten er und andere Mitglieder des damaligen geschäftsführenden Vereinsvorstandes mit ihrem Privatvermögen haften müssen. Insbesondere beruhigt Eckhoff, dass das Gericht keine Revision zugelassen hat.

Dabei spielte es in der Verhandlung keine Rolle, ob die entlohnten Spieler Angestellte des TuS Heeslingen waren oder nicht. Das Landessozialgericht sah die Bescheide der Rentenversicherung aus formalen Gründen als rechtswidrig an.

Erleichtert über das Urteil: Bernhard Eckhoff.

„Das Gericht hat quasi eine Abkürzung genommen“, so Vereins-Anwalt Torsten Kurk. „Der Richter hat gerügt, dass das kein faires Verfahren gewesen sei. So hatte der Klub zum Beispiel nicht die Gelegenheit, Widerspruch einzulegen. Auch stand nicht fest, wer was genau ermittelt hat. Das hatte aus meiner Sicht mit Rechtsstaatlichkeit nicht viel zu tun. Es reicht nicht, da einfach irgendwelche Excel-Tabellen aufzustellen.“

Das hatte das Sozialgericht Stade vor gut einem halben Jahr anders gesehen und lediglich die Höhe der Forderungen von rund 700.000 auf 630.000 Euro heruntergerechnet.

Nach dem Urteil des Landessozialgerichts ist diese Summe komplett obsolet. Sollte die Rentenversicherung noch Geld vom TuS Heeslingen einfordern wollen, müsste sie bei Null wieder anfangen. „Sie müssten einen komplett neuen Bescheid erlassen und das ganze Verfahren noch einmal von vorne anstrengen“, erläutert Kurk. „Ob die Deutsche Rentenversicherung das jetzt macht, weiß ich nicht. Ich denke, die haben da intern erst mal eine Menge Gesprächsbedarf.“

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