Ex-Visselhöveder steuert an alter Wirkungsstätte zwei Assists und einen Treffer zum 4:1 des RSV bei

Patrick Peter setzt die Akzente

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Das „Ei“ am Knöchel ist nicht zu übersehen: Visselhövedes Eike Beneke wird von Markus Hoyer huckepack genommen.

Visselhövede - Von Matthias Freese. Markus Hoyer kam im Bezirkspokal-Derby eine tragende Rolle zu – im wahrsten Sinne des Wortes. Weil sich Außenverteidiger Eike Beneke nach einem Foul von Mirko Peter eine Bänderverletzung zugezogen hatte (55.), nahm der Ersatzkeeper des VfL Visselhövede seinen Mitspieler huckepack und trug ihn so etliche Meter in Richtung Kabine. Bis dato hatte der Bezirksligist noch gut mitgehalten, am Ende unterlag er dem Rotenburger SV aus der Landesliga auf eigenem Geläuf aber standesgemäß mit 1:4 (1:1). Die Wümmestädter treffen in der zweiten Hauptrunde auf den Ligarivalen TuS Zeven.

„Ich kann damit leben. Wir haben alles umgesetzt, was wir besprochen hatten. Und für mich war es wichtig zu sehen, dass es eine Mannschaft ist, die da auf dem Platz steht“, resümierte Visselhövedes Coach Morad Bounoua. Aus einer dichtgestaffelten und clever verteidigenden Abwehr gelang es den Heidestädtern vor rund 210 Zuschauern sogar, einige Nadelstiche nach vorne zu setzen. Und einer davon brachte die 1:0-Führung – eine klasse Flanke von Mariusz Szymanski verwertete Merwan Sabouneh am langen Pfosten mit dem Kopf (24.).

Natürlich hätte der RSV zu diesem Zeitpunkt auch schon führen können, Mathis Wulff (14.) und zwei Mal Patrick Peter (18./23.) scheiterten jedoch. Und so tat sich der Favorit auf dem nicht leicht zu bespielenden Boden zunehmend schwerer. „Wir haben zu umständlich agiert“, monierte auch RSV-Coach Jan Fitschen. Nicht so kurz vor der Pause, als Tino Heimbruch einen von Patrick Peter quergelegten Ball zum 1:1 verwertete (45.).

Ausgerechnet der in Visselhövede wohnende Ercan Baris brachte den RSV unmittelbar nach der pause auf Kurs – per Abstauber nach einen Schuss von Patrick Peter. Und der Vorbereiter, der letzte Saison noch selbst an der Celler Straße spielte, erhöhte in der 78. Minute vorentscheidend auf 3:1, indem er den Ball per Linksschuss über Keeper Michel Brückner schlenzte (78.). „Natürlich habe ich hier gerne einen reingemacht. Aber so wie der reingeht, geht er nie wieder rein. Der ist mir rübergerutscht“, gestand Patrick Peter. Das 4:1 durch Jelle Röben resultierte letztlich daraus, dass der aus seinem Tor eilende Brückner vor dem Sechzehner über den Ball trat (86.).

Morad Bounoua ärgerte sich hinterher vielmehr über das 2:1, riskierte anschließend aber alles. „Wir haben aufgemacht, denn Angsthasenfußball ist nichts für mich“, betonte er. Lob gab’s noch vom „Ex“, von Patrick Peter: „Visselhövede ist gut drauf und hat sich teuer verkauft“, attestierte er und freut sich nun auf das Duell mit Zeven am kommenden Samstag oder Sonntag – „endlich ein Heimspiel, zumal es seinen Reiz hat“, findet der Mann für die wichtigen Akzente.

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