Ex-Profi wird Nachfolger von Keck und kehrt für fünf Spiele zum VfL Visselhövede zurück

Santl kommt als Feuerwehrmann

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Wieder an der Seitenlinie: Bernd Santl übernimmt bis zur Winterpause das Traineramt beim Fußball-Bezirksligisten VfL Visselhövede.

Visselhövede - Von Matthias Freese. Er kennt die Fußball-Bezirksliga, er kennt den Verein, er kennt einen Großteil der Mannschaft: Bernd Santl ist zurück auf der Trainerbank des VfL Visselhövede und folgt damit auf den zurückgetretenen Joachim Keck. Schon heute in der Partie beim FC Ostereistedt/Rhade steht der 44-jährige Ex-Profi an der Seitenlinie, neben ihm der ehemalige Spieler Markus Hoyer als neuer Co-Trainer. Das Engagement soll allerdings nur bis zum Winter, also für fünf Spiele, andauern. Santl kommt als Feuerwehrmann, fast exakt drei Jahren nach seinem Ausstieg bei den Heidestädtern.

„Er ist eine Interimslösung“, betont auch Visselhövedes Fußball-Boss Malte Flammann. Und Santl verrät: „Ich tue es aus Verbundenheit zu den Leuten. Es gibt nur zwei Vereine, für die ich das machen würde – für den VfL Visselhövede und den Rotenburger SV. Nach den fünf Wochen ist aber auch wieder Schluss für mich – das ist fix, länger kann ich es zeitlich gar nicht machen.“ Als Mitarbeiter eines großen Mineralölunternehmens in Visselhövede ist Santl auch häufig im benachbarten Ausland unterwegs.

Malte Flammann ist froh über diese schnelle Lösung: „Ein Mann, ein Wort“, kommentiert er Santls Zusage. „Er hatte uns versprochen, dass er uns in der Not helfen würde.“ Dieser Moment war jetzt da. Und der Verein bekommt dadurch die nötige Zeit, um bis zur Fortsetzung der Punktspielrunde nach der Winterpause eine langfristige Lösung zu finden. „Ein paar Namen haben wir schon auf dem Zettel.“

Den Rücktritt seines Vorgängers Joachim Keck und die Umstände, die dazu geführt hatten (wir berichteten), bedauert Santl übrigens: „Das tut mir für ihn leid.“ Am Mittwoch hatte der frühere Pokalheld des TSV Vestenbergsgreuth zugesagt, am Donnerstagabend wurde er der Mannschaft vorgestellt und leitete das Training. „Er ist ein Motivator, eine Respektsperson und er kam gut an“, berichtet Flammann. Was angesichts der Vergangenheit nicht unbedingt selbstverständlich ist.

In seinen bisherigen dreieinhalb Jahren als Coach des VfL Visselhövede hatte Santl den Club 2010 in die Bezirksliga geführt, war aber auch wieder abgestiegen, da es nach einer Revolte einiger Spieler im August 2010 zum Rauswurf eines Quartetts und einer personellen Schwächung des Teams gekommen war. Mit Atdhe und Arben Haliti spielen zwei der damals Aussortierten nun ausgerechnet wieder unter Santl. Schon deshalb eine mutige Entscheidung des Vereins, wenngleich Santl betont: „Das ist alles aus dem Weg geräumt. Ich habe mich auch mit Atdhe und Arben intensiv unterhalten – wir werden alle älter, weiser und reifer.“

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