Ex-Profi gastiert mit Traditionself des FC St. Pauli am Samstag in Rotenburg

Hansi Bargfrede erwartet „eine ganz enge Kiste“

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Der Fußballplatz war früher so etwas wie sein zweites Zuhause. Über die Amateure des SV Werder Bremen führte der Weg für den gebürtigen Heeslinger Hansi Bargfrede 1981 schließlich zum FC St. Pauli, für den er 13 Bundesliga-Spiele bestritt.

Hansi Bargfrede läuft mit der Traditionself des FC St. Pauli in Rotenburg auf.

Mittlerweile ist der einstige Mittelfeldmann 55 Jahre alt und eher auf dem Golfplatz anzutreffen. Der Ex-Profi lässt es sich aber nicht nehmen, am Samstag (15 Uhr) mit der Traditionself des Kiez-Clubs gegen eine Allstar-Auswahl des Rotenburger SV im Ahe-Stadion aufzulaufen. Im Vorfeld haben wir mit ihm über sich, die Partie und sein Handicap gesprochen.

Herr Bargfrede, sind Sie fit für das Spiel am Samstag?

Hansi Bargfrede: Mein Knie macht mir leider ein paar Probleme. Und so beweglich bin ich auch nicht mehr. Mein Kopf ist deutlich jünger als mein Körper. Daher spiele ich nicht mehr so häufig Fußball. Aber eine Halbzeit werde ich wohl trotzdem schaffen (lacht).

Beim RSV werden unter anderem ehemalige Größen wie Jan Sievers, Aleksandar Milakovic, Michael Fait und Adam Posilek mit dabei sein. Wie sieht die Aufstellung bei Ihnen aus?

Bargfrede: Oh ha, dann müssen wir uns aber warm anziehen. Da bietet der RSV ja einiges auf. Wer bei uns aufläuft, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau. Hoffentlich sind aber auch ein paar jüngere Spieler von uns da, um mithalten zu können. Es wird auf jeden Fall eine ganz enge Kiste.

Mittlerweile stehen Sie bei der U17-Bundesligamannschaft des FC St. Pauli als Trainer an der Linie. Es ist sicherlich nicht immer eine leichte Aufgabe, mit pubertierenden Jugendlichen zu arbeiten.

Bargfrede: Das stimmt, teilweise ist es sogar sehr schwierig. Vor allem, wenn die Jungs aus einem sozial schwachen Umfeld kommen. Manchmal fahre ich dann auch abends frustriert nach Hause. Wir sind aber professionell aufgestellt und verfügen über ein super Team mit Mentaltrainern und auch einem Psychotherapeuten.

Derzeit kämpfen Sie mit dem Team noch gegen den Abstieg. Ist der Klassenerhalt ein realistisches Ziel?

Bargfrede: Auf jeden Fall. Wir haben noch drei Spiele. Ein Sieg müsste reichen. Aber auch im Falle des Abstiegs bleibe ich hier. Es ist eine spannende Aufgabe, die mir sehr gut gefällt.

Und wenn Sie nicht gerade auf dem Fußballfeld stehen, entspannen Sie neuerdings beim Golfen.

Bargfrede: Das hätte ich früher nie gedacht, doch mittlerweile ist es wie eine Sucht. Mein Handicap liegt derzeit bei 36. Ich will immer besser werden und habe hohe Ziele. Meine drei Söhne spielen auch. Ich möchte daher unbedingt die Nummer eins der Familie bleiben.

Rubriklistenbild: © Krause

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