Ex-Coach unterstützt schwächelnden Bezirksligisten / „Die Angst muss weg!“

Visselhövede in der Krise – nun rückt Norden dichter ran

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Nicht mehr in vorderster Linie, aber wieder dichter dran: Peter Norden unterstützt Coach Joachim Keck (hinten).

Visselhövede - Von Matthias Freese. Es ist nicht mehr wegzudiskutieren: Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Visselhövede stecken spätestens nach ihrem Sturz auf einen Abstiegsplatz in einer fetten Krise. Coach Joachim Keck hat zwar die Rückendeckung im Verein, erhält aber ab sofort Hilfe: Vorgänger Peter Norden, der den Job im Sommer abgegeben hatte, rückt wieder dichter an die Mannschaft ran. Heute wird das Urgestein beim Training eingreifen. „Ich werde versuchen zu unterstützen“, sagt er.

Eigentlich hatten sie beim VfL Visselhövede gedacht, dass nach dem Klassenerhalt im Nachsitzen, sprich in der dramatischen Relegation, bessere Zeiten anbrechen würden – zumal das Team gut verstärkt wurde. Sieben Punkte nach den ersten drei Spieltagen nährten die Hoffnung. Anschließend kam in acht Partien aber nur noch ein mickriger Zähler dazu. Da scheint es, als hätte sich der derzeit grippekranke Joachim Keck an der bedrohlich wirkenden Fieberkurve angesteckt.

Über die Gründe für diesen Bruch rätselt jedenfalls auch der 31-Jährige. „Wenn ich das Problem bin, bin ich auch gerne die Lösung. Sonst wäre ich ja Narzisst, wenn ich meine Belange über die des Vereins stellen würde“, betont Keck.

Für Peter Norden liegt das Problem woanders. Vor allem in der Offensive – erst zwölf erzielte Toren untermauern das. „Wir sind vorne gar nicht präsent, die Jungs gehen kaum in den Sechzehner rein“, hat er beobachtet und spricht von einer „psychischen Blockade. Die Angst muss weg!“ Norden appelliert an die Spieler, „einfach nur ihren Part runterzuspielen, das zu machen, was sie können.“ Er hofft, dieses aufgrund seiner Routine vermitteln und die fehlende Lockerheit reinbringen zu können. Ein Vorteil, den er gegenüber dem Trainer-Novizen Keck hat. „Peter hat eine Menge Erfahrung. Wenn er etwas sagt, hat das auch Gewicht“, nimmt der aktuelle Coach die Hilfe gerne an.

Auf die Bank will sich Norden im Kellerduell am Sonntag gegen den SV Ippensen nicht setzen, „aber es kann schon sein, dass ich mal was aufs Feld rufe“, sagt er. Keck ist das recht, zumal Norden ohnehin als Mitglied des Fußball-Vorstandes die Funktion des Bindesglieds zur Mannschaft ausübt.

Dass der amtierende Übungsleiter bei einer weiteren Niederlage selbst die Konsequenzen ziehen könnte, daran möchte er gar nicht denken. „Dann hätten wir eine Baustelle“, betont Norden, der schon aufgrund seiner Schichtdienste nicht auf den Trainerstuhl zurückkehren will. „Ich habe Prinzipien. Dann müsste ich Vorbild, also bei jedem Training sein. Das kann ich nicht.“ Eine Ablösung von Keck kommt für die Vereinsspitze derzeit ohnehin nicht infrage. „Selbstverständlich“, antwortet Fußball-Boss Malte Flammann auf die Frage, ob der Vorstand hinter dem Trainer stehen würde. Und er ergänzt: „Schade, dass die erwartete Entwicklung nicht eingesetzt hat, aber wir werden nicht den Trainer entlassen, wenn er nicht die drei Punkte holt. Trainer und Mannschaft – das ist ein geschlossener Kreis.“

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