Reiterin aus Bellen siegt mit Wilson Pickett bei Bezirksmeisterschaften / Zahlreiche Erfolge erzielt

Esther Maruhn eine Klasse für sich

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Esther Maruhn bewies bei den Bezirksmeisterschaften in Harsefeld ihr Können. Mit ihrem achtjährigen Hannoveraner Wilson Pickett war die Reiterin aus Bellen nicht zu schlagen. ·

Kreis-Rotenburg - BELLEN · Die Turniersaison 2013 hatte es für Esther Maruhn (RV Kirchwalsede) in sich: Mit mehr als 25 Siegen in kleinen und großen Dressurprüfungen gelang der Reiterin aus Bellen eine geradezu mustergültige Bilanz auf den sandigen Vierecken in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Diese erfolgreiche Serie setzte die 46-Jährige nun fort: Bei den Bezirksmeisterschaften in Harsefeld war sie mit ihrem achtjährigen Hannoveraner Wilson Pickett nicht zu schlagen.

Insbesondere ein Meilenstein markierte dabei den konstanten Werte-Maßstab, den die für die Reiterin für sich und ihre Pferde herausfordert: Aufgrund von zehn ersten Plätzen in Dressurprüfungen der Schweren Klasse, im Dressurjargon auch kurz S tituliert, verlieh ihr die nationale Reiterföderation (FN) das Goldene Reitabzeichen. Eine schon bemerkenswerte Leistung war diese Erfolgsserie insofern, als dass Esther Maruhn diesen Hype mit nur einem Pferd, dem erst achtjährigen Hannoveraner Wilson Pickett, erledigte und zudem in nur einer Turniersaison. Das kommt im erfolgsverwöhnten Dressur-Genre nicht alle Tage vor.

Und so vehement erfolgreich das Lektions-Intermezzo für die 46-jährige Bellenerin im vergangenen Jahr endete – so vielversprechend verlief der Auftakt mit Beginn der neuerlichen Saison: mit dem gerade siebenjährigen Hannoveraner Wallach Rovereto (von Rousseau und Wolkenstein II abstammend) trabte und galoppierte sie in den vergangenen Wochen auf den Turnierbühnen in Luhmühlen, Meitze und nunmehr Harsefeld an die Spitze der jeweiligen Rangierungen mit Ergebnis-Prozenten von mehr als 70, was in der Dressur einem signifikanten Qualitätssiegel gleichkommt. Mehr noch: Mit eben jenem Wilson Pickett war Esther Maruhn bei den am vergangenen Wochenende in Harsefeld ausgetragenen Meisterschaften des Bezirksreiterverbandes Stade ein „Highlight für sich“, wie es Richterin Gudrun Hofinga ausdrückte. Sowohl in der S-Prüfung St. Georges als auch in der zweiten Wertungsprüfung, dem St. Georg Spezial, dominierte das Paar das übrige Feld mit jeweils mehr als 40 Punkten. In Runde eins erreichten sie 73,4 Prozent und in der Finalrunde sogar 74,5 Prozent, wobei Wilson Pickett in einer der beiden Galopp-Pirouetten ein grober Schnitzer unterlief.

Ansonsten allerdings war seine Reiterin mit ihrem bewegungs-betonten Braunen sichtlich zufrieden: „Er ist sehr leicht zu händeln, weil er ein hohes Maß an Sensibilität in sich hat. Es steckt noch mehr in ihm drin.“ Mehr heißt dann wohl die Grand-Prix-Schiene, das höchste dressursportliche Element, das Esther Maruhn und ihr Wolkentanz-Sohn (die Mutter entstammt dem Raphael-Sohn Ravallo) anpeilen. „Aber das passiert erst im Herbst“, sagt die Reiterin und möchte zuvor noch die eine oder andere Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal absolvieren, einer deutschlandweiten Prüfungsserie mit dem Finale in der Frankfurter Festhalle im Dezember. Sie kommt einer Deutschen Meisterschaft der Dressurpferde im Alter von sieben bis neun Jahren gleich. In Harsefeld gewannen Maruhn und Wilson Pickett die Bezirkstitelkämpfe vor dem Verdener Ehepaar Hannes und Britta Baumgart mit ihren Pferden Allerbeste und Willow.

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