Robert Posilek hat sein Abitur mit 2,9 geschafft

Robert Posilek hat sein Abitur in den Händen. Erst vor fünf Tagen bekam er sein Abschlusszeugnis mit der Note 2,9 überreicht. - Foto: Wuttke
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Robert Posilek hat sein Abitur in den Händen. Erst vor fünf Tagen bekam er sein Abschlusszeugnis mit der Note 2,9 überreicht.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Die Schnelligkeit von Robert Posilek wussten die Klassenkameraden schon früh zu nutzen. „Ich bin immer als erster aus der Klasse raus, damit ich uns in den Pausen einen Fußballplatz sichere“, erinnert sich der heute 18-Jährige an seine Grundschulzeit an der Rotenburger Stadtschule. Zwischen dem Lernen war für den Landesliga-Kicker des Rotenburger SV nämlich zunächst auch der Erfolg beim Bolzen immer wichtig.

An Ehrgeiz mangelte es beim sportlichen Verschnaufen nicht. Das führte jedoch auch zu Verletzungen. „Nasenbluten war bei mir fast normal. Und zwei oder drei Mal habe ich mir auch einen Finger beim Fußball gebrochen“, sagt Posilek und lacht. Schon damals war es bereits nicht allzu schlimm für den Leiderprobten.

Als der Rotenburger zum örtlichen Gymnasium kam, wurde es mit dem Kicken in den Pausen weniger. Posilek spricht nicht davon, ein sehr fleißiger Schüler gewesen zu sein. Aber über die Jahre eignete sich der Sohn polnischer Einwanderer einige Verhaltensweisen an, die ihm während seines Wegs zum Abitur halfen. 

Er hat einige Tipps parat. Für ihn war es immer wichtig, im Unterricht aufzupassen. Außerdem pflegte Posilek einen guten Draht zu seinen Lehrern. Mit einigen Mitschülern war er in der Oberstufe auch schonmal seinen Informatiklehrer in Bremen besuchen. 

Eine gute Mischung aus Konzentration aus Spaß half

Die Hausaufgaben gehörten zum Pflichtprogramm dazu. Zu guter Letzt half auch das Handy bei Wissenslücken im Unterricht – natürlich unauffällig und unentdeckt. In der heimischen Zeugnismappe kam kein schlechtes Exemplar an.

Die Balance zwischen Konzentration und Spaß gelang. „Na klar habe ich auch immer wieder Sprüche gerissen. Darüber haben die Lehrer aber gelacht und fanden sie nicht blöd. So war es immer entspannt für mich.“

Dabei nennt der frischgebackene Abiturient auch Nachteile, mit denen er etwas zu kämpfen hatte. „Meine Eltern sind beide in Polen zur Schule gegangen und konnten mir nicht immer helfen. Und ich habe keinen älteren Geschwisterteil, der mir Sachen vorsagen konnte.“

Posilek belegte drei naturwissenschaftliche Leistungskurse

Es klappte trotzdem gut. Lediglich am Ende der Schulzeit ging ihm etwas die Puste aus. Vor dem Abitur war noch eine Durchschnittsnote von 2,5 möglich. In den Klausuren lief es in den Leistungskursen Mathe, Physik und Chemie (gleichzeitig seine Lieblingsfächer neben Sport) sowie Englisch und der mündlichen Prüfung in Erdkunde nicht mehr rund. 

Mit der Durchschnittsnote 2,9 kann das Talent des RSV aber auch leben. „Es ist alles gut. Meine Eltern sind auch so stolz auf mich“, sagt Posilek. Er hatte sich bereits lange zuvor ausgerechnet, dass er für sein Wunschstudium Wirtschaftsingenieur kein herausragendes Abitur benötigt. 

Kalkulation gehörte eben für den Mathematiker mit dazu. „Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch, wie es muss“, sagt Posilek und schmunzelt.

Auch auf dem Schulweg musste Posilek sich beeilen

Vor fünf Tagen bekam er schließlich das Abiturzeugnis überreicht. Was bleibt, sind viele schöne Erinnerungen, aber auch schmerzhafte Momente. Immerhin tat sich der Kreisstädter nicht nur beim Fußballspielen weh. 

„In der siebten Klasse habe ich mir auf dem Weg zur Schule bei einem Fahrradsturz den Arm gebrochen“, so Posilek. Es musste auf dem Schulweg schnell gehen. Der Wecker klingelte immer erst um 7.15 Uhr – die erste Stunde begann um 7.50 Uhr.

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