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Erst der Meniskus stoppt Dimitri Peters

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Kreiszeitung Syke
Kreiszeitung Syke © ksy

ROTENBURG (lka) · Besser hätte das vergangene Jahr für Dimitri Peters eigentlich nicht beginnen können. Der Judoka des TuS Rotenburg verteidigte im Januar in Bayreuth seinen Deutschen Meistertitel in der Klasse bis 100 Kilogramm.

Mit diesem Erfolg setzte er sich die Siegerkrone bereits zum vierten Mal auf. Besonders der finale Sieg gegen seinen ärgsten nationalen Konkurrenten Sebastian Behrla (TSV Hertha) machte Heimtrainer Volker Mitschke Hoffnung auf mehr. Seine glänzende Form unterstrich Peters auch beim Grand Slam in Paris, wo er einen starken dritten Rang erreichte. „So eine Platzierung ist eigentlich mehr wert als eine Deutsche Meisterschaft“, erklärt Mitschke. „Schließlich sind diese Turniere viel intensiver. Gerade international geht es knüppelhart zur Sache. Judo ist nicht der sanfte Weg, wie es oft beschrieben wird.“ Seine Erfolgsserie setzte Peters im Mai beim Grand Slam in Rio de Janeiro mit einem fünften Platz fort, ehe ihn bei einem Wettkampf in Sao Paulo eine Verletzung stoppte: Zwar sicherte er sich trotz eines eingerissenen Meniskus’ noch den dritten Platz, doch die Saison war gelaufen.

„Der Anfang des Jahres war wirklich gut. Ich hatte sogar absichtlich die Europameisterschaft weggelassen, um mich voll auf die WM in Japan zu konzentrieren“, blickt Peters zurück. „Eigentlich wollte ich Ende des Jahres wieder angreifen, doch dann gab es wieder Probleme, sodass ich Anfang November erneut operiert werden musste.“

Seinen Optimismus hat der Judoka, der sich derzeit in Österreich auf die neue Saison vorbereitet, allerdings nicht verloren. „Ich habe in den letzten Monaten außer Krafttraining zwar nicht viel gemacht, aber natürlich werde ich wieder angreifen. In der Weltrangliste habe ich nicht so viele Plätze verloren, wie ich zunächst befürchtet hatte.“ Dabei seien die ersten Wettkämpfe aber auch eine Frage des Kopfes, wie Peters zugibt: „Ich muss wieder Vertrauen in mein Knie gewinnen. Und das geht im Training nur bedingt.“ Sein großes Ziel, die Olympischen Spiele 2012 in London, hat der Rotenburger Judoka übrigens weiter fest im Visier: „Die notwendigen Punkte für die Qualifikation werde ich mir schon holen.“

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