Durmaz sieht beim 0:3 in Hagen Gelb-Rot

Erst geht Niestädt k.o., dann der RSV

RSV-Außenverteidiger Andreas Kiel (r.) wagte sich in der zweiten Hälfte häufiger mit nach vorne – hier passt er den Ball, ehe ihm Hagens Tjark Seidenberg in die Quere kommt. - Foto: Freese

Hagen - Von Matthias Freese. Jan Fitschen hatte nur drei Minuten Zeit – so lautete die klare Ansage via Lautsprecher, mit Nennung seines Autokennzeichens. Da aber gerade das Aufwärmprogramn lief, schickte der Coach des Rotenburger SV den verletzt pausierenden Tobias Kirschke zum Parkplatz, um hinterher zu betonen: „Ich stand ganz normal, der vor mir hatte falsch geparkt.“ Ärgerlicher als die Drohung mit dem Abschleppwagen war letztlich aber die anschließende 0:3 (0:2)-Schlappe im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga beim FC Hagen/Uthlede. Es war die dritte Niederlage innerhalb von acht Tagen für den Tabellendritten, der in dieser Zeit insgesamt acht Gegentreffer kassierte.

Der zur Halbzeit ausgewechselte Innenverteidiger Jannis Niestädt hatte nicht alles mitbekommen. Oder anders gesagt: Er erinnerte sich nicht mehr an die Phase vor der Pause, als der RSV sich noch das 0:2 durch Andre Stüssel gefangen hatte (45.). „Ich wusste zwischenzeitlich nicht mehr, wie es steht und dachte in der Halbzeit, wir liegen 0:1 zurück. Mir war auch kurz schwarz vor den Augen“, erzählte Niestädt, der in der 37. Minute mit seinem Keeper Henner Lohmann zusammengerasselt war. „Warst Du das?“, wollte er hinterher von seinem Schlussmann wissen? „Ja, mit meiner Schulter“, meinte Lohmann und musste auch aufklären, dass der Ball von Niestädts Kopf fast noch ins Tor getrudelt wäre.

Die 2:0-Pausenführung ging aufgrund der Spielanteile völlig in Ordnung, auch wenn der schwache, weil kaum durchgreifende, Referee Timo Röntsch (TuS Fleestedt) die frühe Führung durch den starken Patrick Müller wohl nicht hätte geben dürfen. „Er nimmt den Ball klar mit der Hand mit“, monierte Fitschen, um nachzulegen: „Der Schiedsrichter hat das Spiel zu keinem Zeitpunkt im Griff gehabt. Er hatte Glück, dass beide Mannschaften vernünftig miteinander umgegangen sind.“ Dennoch herrschte große Hektik auf und neben dem Platz – viel Geschrei, wenig Erbauliches.

Der RSV offenbarte vor allem im ersten Durchgang viele Schwächen, insbesondere im Passspiel. Hagen lag nach Ecken zudem mit 6:0 vorne. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Yannik Malende (42.). In Durchgang zwei erhöhten die Rotenburger spürbar den Druck, Hagen zog sich zurück, verteidigte clever und machte in der 83. Minute den Deckel drauf, als Thomas Wischusen für Müller auflegte. Negativ-Höhepunkt aus RSV-Sicht: Sercan Durmaz holte sich nach einem Bodycheck gegen Müller erst Gelb und dann wegen Meckerns Gelb-Rot ab (85.).

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