Enrico Janoschka siegt beim EM-Halbfinallauf in Mulmshorn

„Ich bin gekommen, um zu gewinnen“

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In dieser Szene liegt Andrew Appleton (Startnummer 2) noch vor Enrico Janoschka. Am Ende muss sich der Brite aber gegen den Motorsportler des MSC Schwarme im Finale des EM-Halbfinallaufs auf dem Wümmering des MSC Mulmshorn geschlagen geben.

Mulmshorn - Von Mareike Ludwig. In der letzten Runde gab Enrico Janoschka gestern noch einmal so richtig Gas und holte alles aus seiner Maschine heraus. Der Motorsportler des MSC Schwarme nutzte einen kleinen Patzer seines Kontrahenten Andrew Appleton und überholte den in Führung liegenden Briten.

Den ersten Platz gab Janoschka auch nicht mehr her und holte sich vor knapp 1600 Zuschauern im Finale des Halbfinallaufs zur Europameisterschaft auf dem Wümmering des MSC Mulmshorn den Sieg. Rang drei belegte Mathieu Tresarrieu aus Frankreich.

„Andrew ist ein bisschen zu weit außen gefahren, dadurch konnte ich innen vorbeiziehen“, verrät der Langbahnfahrer. Bereits vor seinem Erfolg hatte sich Janoschka das Ticket für die Europameisterschaften Ende Juni in Frankreich gesichert. „Ich bin gekommen, um zu gewinnen. Mein primäres Ziel war aber natürlich die EM-Qualifikation. Wenn ich das nicht erreicht hätte, wäre es eine große Enttäuschung gewesen“, so Janoschka. Die weiteren EM-Plätze neben den drei Erstplatzierten sicherten sich die Deutschen Jörg Tebbe und Richard Speiser, der Brite David Howe, der Tscheche Josef Franc, Aki-Pekka Mustonen aus Finnland sowie der Niederländer Randy Oldenziel. „Ich denke, dass sich die richtigen Fahrer qualifiziert haben“, resümierte die MSC-Vorsitzende Brigitte Haltermann.

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Überschattet wurde der Renntag von einigen Unfällen in den weiteren Klassen. Am schlimmsten traf es Hylke Dijkema aus den Niederlanden und Karel Kadlec aus Tschechien. Beide stürzten im Finale „EVLS 4V“ in einer Kurve, blieben am Boden liegen und mussten schließlich per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. „Wir wissen noch nichts Neues. Ich hoffe, dass sie keine schlimmeren Verletzungen davongetragen haben. Das nimmt mich schon mit“, sagt Haltermann.

Dennoch wurde auch in der B-Lizenz-Klasse ein Sieger gesucht. Titelverteidiger Jens Benneker (Lüdinghausen) musste sich dieses Mal mit Platz drei zufrieden geben. Ganz oben auf dem Podest stand nach vier Vor- und dem Finallauf schließlich Kai Dohrenkamp (Lembruch), dahinter platzierte sich Jens Buchberger aus Hemmoor. Der Scheeßeler Lokalmatador Günter Bünning vom Nachbar-Club MSC Eichenring hatte es indes nicht in die Hauptläufe geschafft (siehe Bericht auf dieser Seite).

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