Judoka unterliegt bei WM dem Titelträger / Kritik und Lob vom Bundestrainer

Endstation Achtelfinale – aber Peters auf gutem Weg

Kreis-Rotenburg - Aus Parisberichtet Birgit ArendtPARIS · Für den ganz großen Wurf hat es nicht gereicht: Dimitri Peters (TuS Rotenburg) ist bei der Judo-Weltmeisterschaft in Paris bis ins Achtelfinale gekommen, unterlag dort aber dem späteren Weltmeister Tagir Khaybulaev aus Russland sechs Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit.

Im Auftaktkampf der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm hatte der 25-jährige Unterstedter gegen Sun-Woo Park aus Südkorea mit einer Hebeltechnik nach 2:46 Minuten gewonnen. „Den Koreaner kannte ich noch nicht, war aber dennoch gut vorbereitet. Der Kampf hat gut geklappt.“

Auch den Franzosen Cyrille Maret besiegte er vor dessen heimischem Publikum – und das nach nur 26 Sekunden. „Ihn hätte ich mir schwerer vorgestellt, da er das Publikum hinter sich hatte.“ Gegen den Russen Khaybulaev ging Peters dann aber vielleicht ein zu großes Risiko. „Ich habe versucht, von innen reinzukommen und zu werfen, aber er hat mich dann gekontert. Ich habe nicht das richtige Mittel gefunden“, analysierte er den Kampf.

Von Bundestrainer Detlef Ultsch gab es hinterher klare Worte: „Da bin ich etwas betrübt, um nicht zu sagen, sauer, weil ich ihm strikt verboten hatte, innen anzugreifen. Aber ich denke, er hat die Nerven verloren und dachte eventuell an eine Strafe, obwohl es keine Situation dafür war. Aber er hat trotzdem angegriffen. Damit ist er entscheidend mit Ippon auf Ura-nage geschlagen worden.“ Trotzdem notierte Ultsch auch einen klaren Aufwärtstrend bei seinem Olympia-Anwärter: „Man hat deutlich gesehen, dass es in seiner Leistungskurve nach oben geht. Auch wenn es letztendlich nicht gereicht hat. Aber Dimitri hat zwei hervorragende Kämpfe gemacht, die er mit Ippon gewonnen hat. Im ersten Kampf einen Armhebel, den er hervorragend herausgearbeitet hat. Und im zweiten hat er den Franzosen Maret mit Ippon geschlagen, sensationell. Und gegen Khaybulaev hat er den Kampf bis zuletzt offen gehalten.“

Auch Peters selbst ist nach seiner längeren Verletzungspause inzwischen guter Dinge, was die Zukunft angeht: „Es geht bei mir wieder bergauf. Ich habe wieder Vertrauen in das Knie und habe seit der EM einen guten Schritt nach vorn gemacht. Schade, ich hätte gern noch ein paar WM-Kämpfe gemacht. Da hast Du Dich das ganze Jahr lang vorbereitet – und dann ist man raus.“

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