Die Zukunft des Jugendfußballs soll künftig im RSV liegen

Das Ende des JFV Rotenburg naht

Bis zum Sommer läuft der Jugendspielbetreib noch unter dem Namen des JFV Rotenburg weiter. Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die Tage sind gezählt. Mit dem Rotenburger SV und dem SV Fortuna 83 Rotenburg werden in Kürze voraussichtlich beide Stammclubs ihren Austritt aus dem 2014 gemeinsam ins Leben gerufenen Jugendförderverein Rotenburg beschließen. Für den 30. Oktober steht beim RSV, für den 18. November bei Fortuna eine außerordentliche Mitgliederversammlung an. Folgen die Mitglieder dem Vorschlag der Vorstände, hat der JFV Rotenburg ab Sommer keine Jugendfußball-Teams mehr. Deren Zukunft liegt ab dem 1. Juli 2020 – so der Plan – im RSV. „Das ist das Einzige, was zurzeit sinnvoll erscheint“, sagt Henning Schwardt, Vorsitzender des JFV Rotenburg.

Erst vor fünfeinhalb Jahren war der JFV Rotenburg gegründet worden. Antreiber und Vorsitzender war bis 2017 Ralf Hastedt. Rückblickend ein Fehler? „Nein“, findet Schwardt. „Zu dem Zeitpunkt war es genau richtig, um eine Annäherung hinzubekommen und die Leute zusammenführen.“ Das sei gut gelungen, glaubt er. „Es gibt keine Berührungsängste mehr.“ Von den rund 380 Jugendlichen gehören knapp die Hälfte Fortuna an. Fortunas zweiter Vorsitzender Peter Meyer bestätigt, dass sein Verein mit der Kündigung des Kooperationsvertrages auch die Fußballabteilung auflösen will. Und Schwardt betont: „Es wäre schön, wenn wir möglichst alle mitnehmen können.“

Fakt ist, dass es im JFV Rotenburg nach gutem Start zuletzt nicht mehr rund lief – vor allem sportlich. Mit der U 17 befindet sich aktuell nur eine einzige Mannschaft auf Bezirksebene. Nur noch zwölf Teams nahmen in Sommer den Spielbetrieb auf, vergangene Serie waren es 20. Peter Grewe, der Vorsitzende des Rotenburger SV, hatte bereits im März auf der Jahreshauptversammlung weitreichende Veränderungen angekündigt und durchblicken lassen, dass sein Verein wieder die Eigenständigkeit anstrebt. Schwardt, beim RSV auch Jugendleiter, bestätigt, dass „kein anderer Verein“ als neuer Partner im Gespräch ist. Mit Andreas Kurth hat aber bereits ein im Jugendfußball erfahrener Mann die Arbeit als Sportlicher Leiter für den Leistungsbereich aufgenommen.

Nicht nur die Spieler und Trainer, sondern auch die Vorstandsmitglieder sollen möglichst im RSV eingebunden werden. Peter Meyer hat sein Interesse bereits signalisiert. Genauso wie Sven Stelter, aktuell Jugendleiter des JFV Rotenburg. „Die logische Folge ist, dass der Jugendfußball nach der Kündigung des Vertrages zum RSV geht“, sagt dieser. „Ich wäre nicht abgeneigt, Ja zu sagen und mich dort mit einzubringen, wenn gewisse Dinge so laufen, wie ich mir das vorstelle. Mit Peter Grewe hat der RSV ja einen Vorsitzenden, der auch ein bisschen auf die Jugend guckt.“

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