RSV kommt in Nachspielzeit zum 2:1-Siegtreffer und bleibt Spitzenreiter

Am Ende macht‘s Malende

Matchwinner: Yannik Malende kam für Björn Mickelat (r.), der ihm hier zum Siegtreffer gratuliert. Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Keine Musik aus dem Lautsprecher, keine Durchsagen vor und während der Partie, keine Wassereimer zur Erfrischung am Spielfeldrand – dem Spitzenspiel fehlte der passende Rahmen, doch die drei Punkte blieben im Ballsack des Rotenburger SV: In einem hochklassigen und intensiven Landesligaspiel bezwangen die Wümmekicker die stark mitspielende SV Drochtersen/Assel II in letzter Minute mit 2:1 (1:1) und verteidigten damit ihre Tabellenführung. Umjubelter Matchwinner war der eingewechselte Yannik Malende, der 140 Sekunden nach dem Ende der offiziellen Spielzeit traf.

Rund 120 Zuschauer sahen „ein geiles Spiel. Es ging rauf und runter – nur mit etwas zu offenem Visier“, stellte RSV-Coach Tim Ebersbach fest. Beide Teams wählten die offensive Art des Fußballs, beide ließen dafür aber auch hinten manches zu. Die Rotenburger wollten das Tempo der Gäste eigentlich durch ihre Dreierkette unterbinden – das gelang nicht immer, wenn etwa der pfeilschnelle Jan-Miklas Steffens auf der rechten oder aber Michael Stern auf der anderen Seite den Turbo anwarfen.

Chancen gab es hüben wie drüben einige. Das begann bereits nach 90 Sekunden, als Rotenburgs Karol Karpus vergab. Beim RSV initiierten Arthur Bossert und Björn Mickelat offensiv immer wieder gefährliche Szenen. Mickelat war es auch, der in der 29. Minute nach Bossert-Vorarbeit eine scharfe Flanke flach auf den zweiten Pfosten brachte. Bevor Jan Friesen vollenden konnte, kam ihm Drochtersens Justin Heinbockel zuvor – 1:0. Der Gastgeber verpasste es aber, nachzulegen und fing sich noch vor der Pause den ärgerlichen Ausgleich. Es begann mit einem Fehlpass von Lucas Chwolka, gefolgt von einem Elfmeterpfiff des Unparteiischen Marcel Baumgart (SV Hambühren), der ein Foul von Karpus an Paul Meyer erkannte (43.). „Natürlich ist die Berührung da, aber wie er dann fliegt ...“, beurteilte der RSV-Innenverteidiger die Situation anders als der Referee. Lukas Hatecke verwandelte zum 1:1.

Das Tempo wich ein wenig, die Intensität blieb nach der Pause. Drochtersen erspielte sich auch zunächst ein Übergewicht und traf durch Stern den Pfosten (52.). Ebersbach reagierte, stellte auf die Viererkette um und brachte hierfür Max Friesen als Außenverteidiger. Zudem ersetzte Malende nun Mickelat. Das sollte sich auszahlen – wenn auch spät. Hatte Stefan Denker noch die Entscheidung verpasst (84./86.), leitete Bossert klasse Malendes Siegtor ein. „Das war so was von unnötig“, fand Drochtersens Trainer Lars Jagemann. Ebersbach meinte indes: „Uns wird dieser Sieg weiteres Selbstvertrauen geben.“

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