RSV II empfängt am Sonntag Visselhövede / Wiedersehen alter Weggefährten

„Es gibt keine Geschenke“

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Patrick Werna (l.) fand zuletzt unter Coach Dariusz Sztorc keine Berücksichtung in der Startelf. Der Rotenburger ist aber optimistisch, dass es gegen „Vissel“ schon wieder anders sein könnte.

Rotenburg - Die Anspannung ist Patrick Werna anzumerken. Für den 26-Jährigen ist es schließlich eine ganz besondere Begegnung. Nicht nur, dass er unter den Brüdern Jamal und Morad Bounoua schon gespielt hat, er hat sogar bereits gemeinsam mit ihnen auf dem Platz gestanden. Am Sonntag kommt es nun zum ersten Wiedersehen. Doch dieses Mal stehen sie nicht auf einer Seite. Während Werna seine Fußballschuhe mittlerweile für den Bezirksliga-Zweiten Rotenburger SV II schnürt, fungieren die Bounouas beim abstiegsbedrohten VfL Visselhövede als Coach beziehungsweise Spielertrainer. Anpfiff ist um 15 Uhr im Ahe-Stadion.

Zum ersten Mal kreuzten sich die Wege in der Oberliga-Mannschaft des Rotenburger SV, als Coach Jamal Bounoua nicht nur seinen jüngeren Bruder Morad, sondern eben auch Werna unter seinen Fittichen hatte. Nach dem Rücktritt übernahm der „kleine“ Bounoua kurzzeitig das Coaching – Werna war weiterhin dabei. Für die beiden folgte ein gemeinsames halbes Jahr beim Landesligisten TV Jahn Schneverdingen, ehe sich die Wege trennten. „Natürlich freue ich mich auf das Wiedersehen. Morad und ich haben schließlich schon einige Stationen gemeinsam erlebt“, erzählt Werna.

Dass sich die beiden am Sonntag auf dem Platz gegenüberstehen, ist derweil aber unwahrscheinlich, da sich Morad Bounoua weiterhin mit einer Oberschenkelzerrung herumplagt. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, so sein Bruder Jamal. Zudem gehörte Werna zuletzt nicht mehr zur Stammformation unter Coach Dariusz Sztorc und kam „nur“ von der Bank. „Ich konnte in der Vorbereitung nicht voll mittrainieren. Daher ist die Situation verständlich. Es dauert nicht mehr lange, bis ich mir meinen Stammplatz zurückerobert habe. Es könnte gegen ‚Vissel‘ schon so weit sein“, sagt der Mittelfeldmann selbstbewusst.

Auch Jamal Bounoua kann sich noch genau an die damalige RSV-Zeit erinnern. Zu seinem Kader gehörten neben Werna auch Tobias Delventhal und Waldemar Ott – beide mittlerweile Leistungsträger der RSV-Reserve. „Die drei kenne ich sehr gut und weiß um deren Stärken. Es ist schön, mal wieder nach Rotenburg zu kommen. Es gibt aber keine Geschenke“, erzählt er schmunzelnd.

Während der RSV II personell aus dem Vollen schöpfen kann, muss „Vissel“ auf Atdhe Haliti (Fingerbruch), Thomas Heidler (Meniskus-OP) und eben Bounoua verzichten.

ml

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