Ehemalige Hurricanes-Spielerin erstmals im Nationalteam dabei

Emma Stach hat es geschafft

Seit der U 15 spielt Emma Stach (l.) für die Deutschen-Auswahlteams. Ende Juli wird sie dann auch A-Nationalspielerin.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Seit Herbst 2014 steht Emma Stach inzwischen schon für die College-Mannschaft „Gonzaga Bulldogs“ auf der Platte. Nach drei Jahren im US-amerikanischen Spokane im Bundesstaat Washington ist die Buchholzerin, die bereits mit 13 Jahren für die Avides Hurricanes in der zweiten Bundesliga debütierte, aber nicht von der Bildfläche in ihrer Heimat verschwunden. Der neue Bundestrainer der Frauen-Basketball-Nationalmannschaft, Herrman Paar, hat die 20-Jährige nun für einen Lehrgang vom 21 bis 30. Juli in Kienbaum nominiert.

Im Zuge dessen stehen auch zwei inoffizielle Spiele gegen Litauen am 28. und 29. Juli an. „Seit der U 15 spiele ich in der Nationalmannschaft, aber das wäre meine Premiere in der Damenauswahl“, freut sich Stach schon richtig auf die zehn Tage mit dem Team.

Bisher hatten die Länderspiele Stach einfach zeitlich nicht gepasst, denn sie ist nur in den Sommermonaten in Deutschland. So kam sie bisher für die Bundestrainer nicht in Frage. „Ich hatte einfach eine sehr lange College-Saison und habe die U 20-Europameisterschaft gespielt“, begründet Stach den damaligen Verzicht. „Außerdem hatte mich mein College auch nicht freigegeben für die Spiele im Herbst, weil wir da genau in der Saisonvorbereitung waren.“ So war es bisher nicht zu einem Auftritt im Nationaltrikot gekommen – bis jetzt.

Nun findet Stach aber Zeit und hofft, dass sich die Reise nach Kienbaum auch lohnt. „Ich wünsche mir natürlich, dass ich meine ersten Einsatzzeiten sammeln darf“, formuliert das Talent seine Ziele schon einmal für die Test-Begegnungen gegen Litauen. Dabei wird sich Stach zunächst wohl etwas umstellen müssen, denn in Amerika ist der Spielstil ein etwas anderer. „Ich freue mich noch mehr, weil man in der Nationalmannschaft etwas freier spielen darf. In den USA ist vor allem die Eigenkreativität eingeschränkter“, sagt Stach.

Zunächst wird es für sie wohl bei einem Lehrgang mit dem Team bleiben, denn im Herbst, wenn die nächsten Termine anstehen, ist die Basketballerin wieder in Amerika auf dem College. „Dieses Mal hat es aber geklappt, weil mich der Bundestrainer schon früh in der Saison kontaktiert und eingeladen hatte für diesen Lehrgang“, erklärt die ehemalige Hurricanes-Spielerin.

Übrigens kann sich Stach während des zehn Tage langen Abenteuers auch mit einer Mitspielerin im Nationaldress über ihren langjährigen Verein austauschen: Margret Skuballa. Sie lief in der Saison 2015/2016 für die Spielgemeinschaft aus Rotenburg und Scheeßel auf, bevor sie zu Nantes Reze in die französische Liga wechselte.

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