Aufstieg und Abitur stehen für Talent über allem – „alles andere lenkt nur ab“

Emma Stach: „Die harte Arbeit hat sich gelohnt“

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Deutschlands beste 17-jährige Basketballerin: Emma Stach mischt die zweite Liga auf. ·

Scheessel - Von Matthias Freese. Diese Behauptung dürfte nicht übertrieben sein: In ihrem Alter gibt es national keine bessere Basketballerin als Emma Stach! Die 17-jährige Aufbauspielerin der Avides Hurricanes ist mit 147 Zählern die beste deutsche Scorerin der 2. Basketball-Bundesliga.

Mit 25 Punkten gegen den TuS Lichterfelde stellte sie ihr Career High im Damenbereich (aus dem Oktober 2013 gegen den TSV Wasserburg in Liga eins) ein. „Und sie ist noch längst nicht satt“, sagt Coach Christian Greve. Im Interview bezieht die Zwölftklässlerin Stellung.

25 Punkte gegen Lichterfelde, 147 schon in der Saison. Nach Ihrem Mittelfußbruch Ende letzter Saison läuft es ziemlich gut für Sie, oder?

Emma Stach:Natürlich ist noch längst nicht alles perfekt, aber ich versuche, mich übers Training ständig zu verbessern. Ich hatte sowieso damit gerechnet, erst nach einigen Monaten Spielpraxis wieder richtig in Form zu kommen. Sicherlich wird es noch das eine oder andere Tief geben. Insofern ist es erst einmal wichtig, so viel Spielpraxis wie möglich zu bekommen.

Bereitet der Fuß denn noch Probleme?

Stach:Der Fuß ist wirklich gut verheilt. Ich habe ja bewusst eine lange Pause eingelegt. Nach den langen Wochen an Krücken und im Spezialschuh war ich im Rotenburger Krankenhaus bei einem super netten Physioteam in der Reha. Im Sommer habe ich mich langsam mit vielen Vormittagsschichten in der Halle wieder an die Arbeit mit dem Ball herangetastet. Die harte Arbeit hat sich gelohnt.

Was bedeuten Ihnen die 25 Punkte gegen Lichterfelde?

Stach:Ich kann gar nicht sagen, ob die 25 Punkte mein Top-Scoring waren. Da bei uns viele gut punkten können, ist das auch nicht so wichtig. Ich möchte vor allem immer im Bereich „Verantwortung übernehmen“ dazu lernen und an meinen Schwächen arbeiten.

Wer soll die Hurricanes diese Saison noch stoppen?

Stach:Wir müssen immer wieder konzentriert in ein Spiel reingehen, denn jede Mannschaft gibt gerade gegen uns  noch einiges mehr. Wir sind die Gejagten. Das Beispiel Braunschweig zeigt, dass wir in dieser guten Liga nicht einfach so durchfegen werden. Wir haben großen Respekt vor jedem Gegner, nur so können wir erfolgreich bleiben. Das einzige, was bei uns schon jetzt erstligareif ist, sind unsere unglaublichen Fans!

Und was macht Ihre Nationalmannschafts-Karriere? Oder überspringen Sie die U 18 gleich?

Stach:Ich werde in den nächsten Wochen ein Gespräch mit der Bundestrainerin (Alexandra Maerz, Anm. d. Red.) haben. In den nächsten Monaten steht das Abitur im Vordergrund. Was darüber hinaus mit der Nationalmannschaft – welche das dann auch immer sein wird – geht, muss man im Gespräch klären.

Und wie sehen die weiteren Basketball-Planungen in den nächsten Jahren aus?

Stach:Zunächst konzentriere ich mich voll auf meinen Schulabschluss und die Hurricanes. Das steht über allem. Was danach kommt, kann ich derzeit nicht sagen. Für mich zählen momentan nur die Hurricanes und der Versuch, mit diesem super netten Team wieder aufzusteigen. Alles andere lenkt nur ab.

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