„Fall Emden“

Heeslingen und RSV geben nicht auf ‒ machen Kreis-Rivalen jetzt gemeinsame Sache?

Eine Pylone steht auf einem Schild mit Emden-Schriftzug.
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Achtung, „Baustelle“: Kickers Emden beschäftigt aktuell das Verbandssportgericht – womöglich noch länger.

Sollten die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV und des Heeslinger SC mit ihren Einsprüchen vor dem Sportgericht gegen die Wand laufen, schließen sie nicht aus, in Berufung zu gehen. Vielleicht sogar gemeinsam.

Rotenburg/Heeslingen – Normalerweise sind sie Rivalen auf dem Platz. Doch jetzt machen die Fußball-Oberligisten Heeslinger SC und Rotenburger SV womöglich gemeinsame Sache. Beide Vereine hatten Einspruch gegen die Wertung ihrer Partien gegen den BSV Kickers Emden (jeweils 1:2) wegen des Einsatzes von Nikky Goguadze eingelegt. Jörg Firus, der Vorsitzende des Verbandssportgerichts, hatte den Beschwerden auf Nachfrage unserer Zeitung bereits geringe Aussichten auf Erfolg eingeräumt.

Sollte es so kommen, denken die zwei Oberligisten aus dem Kreis ernsthaft darüber nach, in Berufung zu gehen. „Wir werden uns mit Rotenburg unterhalten“, meint Carsten Schult, Teammanager der Heeslinger und hält es für möglich, sich gemeinsam anwaltlich vertreten zu lassen.

Rote Karte ohne Folgen: War es eine Tätlichkeit?

Tabellenführer Emden hatten den Spieler Goguadze am 15. August gegen Heeslingen sowie drei Tage später gegen den RSV eingesetzt, obwohl er am 3. August im Halbfinale des Ostfriesland-Cups Rot gesehen hatte. Gesperrt wurde er allerdings nur für drei Tage – offensichtlich vom Kreisverband, und das, obgleich es sich nach verschiedenen Medienberichten um eine Tätlichkeit gehandelt haben soll. Auf der Homepage von Kickers Emden wird von einer „vermeintlichen Tätlichkeit“ berichtet. Oberliga-Staffelleiter Burkhard Walden monierte, dass er – obwohl für Kickers Emden zuständig – nicht involviert war. Im jüngsten Spiel gegen den FC Hagen/Uthlede am Sonntag tauchte Nikky Goguadze dann nicht im Kader auf.

Das Verbandssportgericht leitete vergangene Woche in beiden Fällen ein Sportgerichtsverfahren ein und forderte die Dokumente beim Kreisspielausschuss an. Firus wies jedoch darauf hin, dass für Emden aller Voraussicht nach der Gutglaubensschutz nach Paragraf 38 der Spielordnung greife, sodass eine Umwertung eher nicht in Betracht käme. „Das muss das Sportgericht erst noch bestätigen. Entscheidend wird sein, was der Schiedsrichter in den Spielbericht eingetragen hat und ob da eine klare Tätigkeit drin steht“, meint Carsten Schult: „Hier von Treu und Glauben zu sprechen, ist ein Witz. Jeder leistungsorientierte Fußballverein weiß doch, dass bei einer Tätlichkeit ein Spieler nicht nur drei Tage gesperrt wird, sondern mindestens zwei, tendenziell drei Wochen. Irgendjemand im Kreis Ostfriesland muss die Sperre aufgehoben haben, obwohl er gar nicht zuständig war“, vermutet er. Schult will sich erst mit seinem Vorstand beraten, hält aber eine Berufung für denkbar.

Ähnlich sieht es Torsten Krieg-Hasch, der Sportliche Leiter des RSV. „Wir müssen das schriftliche Urteil erst abwarten. Aber wenn sich das mit der Tätlichkeit bewahrheitet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir in Revision gehen würden.“

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