Vor zehn Jahren

Als Leon Goretzka in Rotenburg auflief ...

Leon Goretzka steht wartend auf dem Feld 2011 in Rotenburg.
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Wer hätte ihn erkannt? Leon Goretzka, 2011 im Trikot der U 16-Nationalelf in Rotenburg.

EM-Erlöser Leon Goretzka und Rotenburg an der Wümme verbindet etwas. Zehn Jahre und etwas mehr als drei Monate reicht das zurück.

Rotenburg – Es war ein ziemlich trüber Donnerstag, dieser 17. März 2011. Eigentlich kein Tag, um als Zuschauer am frühen Nachmittag ins Rotenburger Ahe-Stadion zu gehen. Rund 1 500 Menschen taten es trotzdem, um die deutsche U 16-Nationalmannschaft mit 2:0 gegen Rumänien gewinnen zu sehen. Kapitän der DFB-Auswahl damals: Leon Goretzka, seit Mittwochabend Deutschlands EM-Erlöser. Dank seines Treffers zum 2:2 gegen Ungarn verhinderte er das Aus von München und sicherte das Achtelfinale.

Goretzka betrat das Ahe-Stadion in Rotenburg als Kapitän

Damals in Rotenburg führte Goretzka, im Monat zuvor erst 16 geworden und noch beim VfL Bochum spielend, das Nachwuchsteam von Nationaltrainer Stefan Böger mit der Nummer acht auf dem Trikot und Handschuhen gegen die Kälte aufs Feld. Kurz hinter ihm lief mit Niklas Süle ein weiterer EM-Akteur und aktueller Kollege des FC Bayern München – gegen Ungarn aber nicht eingesetzt – ein.

Zwei Tage zuvor hatte Leon Goretzka beim 5:0 gegen Rumänien in Drochtersen noch einen Treffer erzielt. Im Ahe-Stadion trat er jedoch nicht allzu sehr in Erscheinung. Das tat dafür Max Meyer (damals Schalke 04), der zuletzt sein Glück bei Crystal Palace in England und dem 1. FC Köln suchte, aber nicht fand.

Leon Goretzka (l.) führte die U 16 als Kapitän aufs Feld. Kurz dahinter: Niklas Süle mit der Nummer fünf.

Während Goretzka am Mittwoch gegen Ungarn erst in der 58. Minute eingewechselt wurde, war für ihn seinerzeit in Rotenburg gegen Rumänien in der 67. Minute Schluss. Für den Kapitän brachte Böger mit Dennis Engelmann einen Spieler von Bayer 04 Leverkusen – er kickt mittlerweile nur noch in der Oberliga.

Goretzka, Süle und Meyer ‒ ein Trio holte Olympia-Silber

Rückblickend lässt sich aber feststellen: Der Fußball-Jahrgang 1995 ist ein ganz passabler, einer der besseren ohne Frage. Neben Goretzka, Süle und Meyer (gemeinsam holten sie auch die Silbermedaille mit der U 21 bei den Olympischen Spielen 2016) schafften es weitere Spieler aus dem Rotenburg-Kader in die Bundesliga. Julian Green (beim Hamburger SV, derzeit Greuther Fürth), Hany Mukhtar (bei Hertha BSC Berlin, aktuell Nashville SC), Lukas Fröde (bei Werder Bremen, aktuell Karlsruher SC), Jeremy Dudziak (bei Borussia Dortmund, aktuell HSV). Wer Serge Gnabry und Joshua Kimmich, ebenfalls Jahrgang 1995, vermisst: Sie standen im März 2011 nicht im Aufgebot.

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