Christian Riesebeck ist nicht zu überwinden und sichert dem TuS Bothel den Sieg

Der Elfmeterkiller ist zurück

Christian Riesebeck sorgte mit seiner starken Leistung dafür, dass sein TuS Bothel im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hat. - Foto: Freese

Bothel - Von Vincent Wuttke. Den Warnschuss bekam Christian Riesebeck schon beim Warmmachen verpasst. Ersatzspieler Philipp Mählmann hatte dem Schlussmann des TuS Bothel vor dem Bezirksliga-Spiel beim TSV Wallhöfen (3:0) aus Versehen ins Gesicht geschossen, sodass die Nase kurzzeitig blutete.

„Spätestens da wusste ich, dass es ein gutes Spiel von mir werden musste“, schmunzelte Riesebeck. Sein Gefühl sollte stimmen. Mit zahlreichen Paraden sicherte der 30-Jährige seinem Team drei Punkte im Abstiegskampf. „Es war auf jeden Fall meine beste Leistung der Saison. Es lief optimal für mich“, freute sich der Torwart. Das Chancenfeuerwerk von Wallhöfen vereitelte Riesebeck zu Spielbeginn quasi im Alleingang. Und auch sein Coach Peter Ullrich wusste: „Ohne seine Glanzparaden hätte es nach 20 Minuten auch 0:2 oder 0:3 stehen können.“

Aber nicht nur aus dem Spiel heraus war Riesebeck nicht zu bezwingen, auch vom Elfmeterpunkt gab es an „Riese“, wie er im Team genannt wird, in der 66. Minute für Marco Tietjen kein Vorbeikommen. „Ich bin vor dem Strafstoß auf der Linie herumgehampelt und habe den Schützen so verunsichert. Aber es war auch Glück dabei, dass ich die richtige Ecke geahnt und den Ball mit dem Knie abgewehrt habe“, meinte der Rückhalt, der in dieser Saison bisher nicht als Elfmetertöter bekannt war. „Es ist schon länger her, dass ich einen Elfmeter gehalten habe. Aber in der Saison 2013/2014 habe ich im Kreispokal gegen den TSV Gnarrenburg im Elfmeterschießen drei am Stück pariert.“

Dank seiner starken Leistung ist Riesebeck seit mittlerweile 250 Minuten ohne Gegentor geblieben. „Das ist aber nicht nur mein Verdienst. Unser Mittefeld arbeitet richtig gut nach hinten mit und unsere Dreierkette macht auch einen guten Job“, lobt der Torwart, der sich in den vergangenen Wochen aus einem kleinen Formtief kämpfte. „In der Mitte der Saison war ich nicht gut, aber jetzt bin ich wieder da“, räumt Riesebeck ein. Ullrich fand seinen Schlusmann aber nicht außer Form, denn „er war häufig die arme Sau und konnte nicht viel ausrichten.“

Trotz der schon 59 Gegentreffer blieb der Routinier immer motiviert. „Er ist einer der trainingsfleißigsten Spieler und zieht seine Einheiten mit Co-Trainer Udo Griech immer sehr gewissenhaft durch“, lobt sein Coach. „Es ist mir extrem wichtig, dass ich nach dem Training etwas gelernt habe. Ich bin sehr ehrgeizig“, betont der Matchwinner.

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