Elfmeter herausgeholt, Tor erzielt – RSV gelingt mit 3:0 in Spelle schon der zweite Saisonsieg

Traumeinstand für Atilla Iscan

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Erstes Spiel, erstes Tor: Für Atilla Iscan lief es optimal.

Rotenburg - Es ist nur eine Momentaufnahme – und doch: Die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV stehen nach ihrem zweiten Sieg am dritten Spieltag auf Rang fünf hinter dem Favoriten-Quartett SSV Jeddeloh, SV Drochtersen/Assel, VfV 06 Hildesheim und VfL Osnabrück II. Beim gestrigen 3:0 (1:0)-Erfolg bei Aufsteiger SC Spelle-Venhaus gelang Neuzugang Atilla Iscan ein Traumeinstand. Der auf dem linken Flügel aufgebotene 19-Jährige holte den Strafstoß zum 1:0 heraus und traf selbst zum 2:0.

„Ich hatte da so eine Eingebung“, meinte RSV-Coach Jan Fitschen, weshalb er sich dafür entschied, Iscan nach dessen gerade erst erhaltener Freigabe für die Startelf zu nominieren. In der 14. Minute war der Jungspund von Spelles Kapitän Michael Schütte-Bruns nur noch per Notbremse zu stoppen. Während die Gastgeber fortan zu zehnt weiterspielen mussten, verwandelte Kevin Klützke den Elfmeter zum 1:0 (15.).

Zu diesem Zeitpunkt hatte Fitschen übrigens schon reagiert und war von seiner offensiveren Ausrichtung abgewichen, „weil wir nicht den Zugriff hatten. Die Umstellung hat aber sofort gefruchtet. Wir wissen mittlerweile, wie Oberliga-Fußball geht und sind gereift“, berichtete er – und wurde von seinen Jungs einen Tag nach seinem 32. Geburtstag beschenkt. Zum besten Zeitpunkt fiel das 2:0 durch Iscan in der 65. Minute. „Da war Spelle am Drücker“, bemerkte Fitschen. „Ohnehin hatten die eine sehr gute Spielanlage. Auch nach dem 0:1 haben sie in Unterzahl weiter mit Risiko nach vorne gespielt“, lobte er den Gegner. Den endgültigen Knock-out verpasste sich der sieglose Liganeuling jedoch selbst. Einen hereingespielten Ball von Ferdi Yilmaz bugsierte Simon Lampen per Bogenlampe ins eigene Tor (75.).

Der Sieg im Emsland wurde allerdings auch getrübt: Dragan Muharemi schied nach einem Zweikampf mit einer Oberschenkelverletzung aus, fünf Minuten vor dem Abpfiff blieb Kevin Klützke im Rasen hängen – da das Auswechselkontingent erschöpft war, musste der RSV die Schlussphase zu zehnt überstehen. Vor allem hinter Muharemi dürfte somit vor dem NFV-Pokalspiel gegen Regionalligist SV Meppen (Mittwoch, 18.30 Uhr) ein großes Fragezeichen stehen.

maf

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