Mit einem Lächeln über die Ziellinie

Jürgen Klindworth startet zum achten Mal beim Ironman auf Hawaii

Beste Stimmung vor dem Start: Die Schwestern Alica (l.) und Birte Klindworth (r.) unterstützen ihren Vater Jürgen Klindworth beim Ironman auf Hawaii. Auch Lebensgefährtin Andrea Reinhold ist mit dabei.

So kurz vor dem Start wirkt Jürgen Klindworth entspannt. Der 60-Jährige sitzt in Kailua-Kona und genießt den Blick auf den Pazifik. Die Ruhe ist heute allerdings vorbei. Um 6.35 Uhr Ortszeit (18.35 Uhr deutscher Zeit) startet der bedeutendste Triathlon der Welt. Die Rede ist vom Ironman auf Hawaii. Bereits zum achten Mal steht der Triathlet des TV Scheeßel auf Big Island an der Startlinie, um sich mit den 2 000 Profi- und Amateursportlern  über die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und den Marathon (42,195 Kilometer) zu messen.

Kailua-Kona/Scheeßel - Von Mareike Ludwig Und Vincent Wuttke. 

„Ich kann schon sagen, dass ich mich hier auf der Insel tierisch wohlfühle und Hawaii so etwas wie meine zweite Heimat geworden ist“, erzählt Klindworth. Kein Wunder, schließlich gehört der Triathlet zu den „alten Hasen“. Nach 1991, 1996, 1999, 2005, 2009, 2014 und 2016 will er zum achten Mal den härtesten Triathlon der Welt bewältigen.

Dafür ist der Sittenser bereits seit zehn Tagen mit seinen Töchtern Birte und Alica sowie seiner Lebensgefährtin Andrea Reinhold vor Ort, um sich optimal auf die Weltmeisterschaft vorzubereiten. „Damit habe ich schon ein Ziel vor dem Wettkampf erreicht. Ich wollte unbedingt einmal mit meinen Töchtern den Ironman erleben. Auch meine Partnerin Andrea ist mitgekommen“, freut sich der Ausdauersportler.

Seit zehn Tagen ist Jürgen Klindworth auf Hawaii. Entlang des Pazifiks absolviert er eine Laufeinheit. Heute fällt der Startschuss beim härtesten Triathlon der Welt.

Täglich ging es für ihn morgens um 7 Uhr – zur Startzeit des Ironman – ins Meer, um sich an die Wellen zu gewöhnen. Auch auf der Lauf- und der Radstrecke war er schon unterwegs. „Dabei wurden tolle Erinnerungen wieder wachgerüttelt. Zudem konnte ich mich mit den Gegebenheiten wieder vertraut machen“, berichtet Klindworth.

Mit seinen Schwimm- und Radzeiten ist der 60-Jährige sehr zufrieden. Etwas Sorgen bereitet ihm der Marathon, da er seit Längerem unter Rücken- und Oberschenkelproblemen leidet. „Das Laufen ist eine kleine Unbekannte. Ich hoffe, meine Beine an die Belastung gewöhnen zu können. Ich möchte nur ankommen. Mit einem Lächeln die Ziellinie zu überqueren, wäre das Größte für mich“, blickt Klindworth voller Vorfreude voraus.

Schon gelesen? Auch der Syker Horst Wittmershaus nimmt am Ironman auf Hawaii teil.

Um den Wettkampf überhaupt durchzustehen, standen seit November zahlreiche Trainingseinheiten auf dem Programm. Bis zum Abflug waren es 200 Kilometer im Wasser, 9 000 Kilometer mit dem Rad sowie 1 000 Kilometer auf der Laufstrecke. „Aufgrund meiner muskulären Probleme bin ich leider arg wenig gelaufen. Dennoch fühle ich mich gut vorbereitet“, berichtet der Sittenser.

Wenn heute für Klindworth der Startschuss fällt, wird er sich auch an seine sieben vorherigen Starts zurückerinnern. Bei der Premiere 1991 war die WM noch „eine Reise ins Unbekannte“, da er keine Ahnung hatte, was ihn erwarten würde. „Die hohe Luftfeuchtigkeit hatte mich damals umgehauen. Bei den letzten drei Teilnahmen hatte ich zu viel riskiert. Dieses Mal will ich mich mehr zurückhalten und die Strecke genießen“, sagt der zweifache Vater, der für die Teilnahme tief in die Tasche greifen musste. Ein Startplatz kostet 1 000 Euro. Hinzu kommen Unterkunft, Verpflegung und Flug. „Eine gewisse Leidenschaft und Liebe hat sich aufgebaut. Das Geld gebe ich für meinen Traum sehr gerne aus.“

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