Nur mit einem Bein in der Regionalliga

Bogenschützen des SV Jeersdorf verpassen in der Relegation den Aufstieg

Voll fokussiert: Florian Dreyer legte in der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga mit dem SV Jeersdorf einen super Start hin und hatte den ersten Platz bereits dicht vor Augen. Doch das Team hatte in den letzten beiden Matches seine Nerven nicht im Griff und gab die Tabellenführung doch noch aus der Hand. - Fotos: Freese

Scheeßel - So nervenaufreibend kann Bogenschießen sein. Und so hart! Das Liga-Team des SV Jeersdorf stand bereits mit einem Bein in der Regionalliga – und wurde doch noch jäh aus allen Träumen gerissen. Besonders bitter: Beim Aufstiegsturnier in Scheeßel lag der Vizemeister der Hallen-Verbandsoberliga bereits nach fünf von sieben Matches vorne und hätte nur noch einen Sieg benötigt. Am Ende standen Cord Meyer, Friedhelm Raupach, Florian Dreyer und Ersatzmann Jürgen Schneider aber mit leeren Händen da – abgestürzt auf Platz vier.

Nur die ersten beiden der acht gestarteten Teams steigen auf. Die Hamburger BG und die SG Norderstedt holten sich dieses begehrte Ticket, das die Jeersdorfer doch spätestens nach dem Sieg gegen Hamburg schon fast gelöst hatten. Das 6:2 war nicht nur der vierte Sieg im fünften Match, sondern ein besonderer obendrein. 59 Ringe in einer Passe – eine Seltenheit.

Reserve kann Abstieg nicht verhindern

Doch den Aufstieg bereits vor Augen, spielten die Nerven dem Jeersdorfer Trio einen Streich. Zunächst entglitt Raupach sein Pfeil im Duell gegen Aurich – er schoss ein „M“ (Miss), was null Punkte einbringt. „Aurich hat wirklich stark geschossen und gute Ergebnisse erzielt. Der Gegner war in diesem Match besser als wir. Trotz der Niederlage hatten wir vor dem letzten Match aber immer noch alles in der eigenen Hand. Auf der Zielgerade wurden wir leider dann doch noch überholt“, berichtete Jürgen Schneider.

Seltener Anblick: Cord Meyer stellt die Tafel auf 59 – sein Team traf in diesem Durchgang fünf Mal die Zehn und ein Mal die Neun.

Beim Zwischenstand von 2:2 gegen den Verbandsoberliga-Meister Scherenbostel erging es Cord Meyer nicht besser – Jeersdorf geriet mit 2:4 in Rückstand, glich aber wieder aus. Doch am Ende fehlten in der letzten Passe (52:55) ganze vier Ringe, um zum Sieg zu kommen und um aufzusteigen. „Natürlich ist das bitter. Wir sind alle noch total traurig, schließlich standen wir hauchdün vor dem Aufstieg. Die Nerven haben uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärte Schneider.

Doch den Kopf wollen sie deshalb nicht in den Sand stecken. Nach der Saison ist vor der Saison – so lautet das Motto der Jeersdorfer. „Wir greifen nächstes Jahr wieder an und versuchen es erneut“, blickte Schneider bereits voraus.

Ganz bitter: Dem Jeersdorfer Friedhelm Raupach unterlief in der Partie gegen Aurich ein Fehlschuss (Miss).

Am Folgetag stand der letzte Wettkampf der Verbandsliga A auf dem Programm. Der SV Jeersdorf II, der in der Besetzung Silke Ahlers, Heike Lauridsen, Ursula Schneider und Margit Müller startete, erwischte nicht seinen besten Tag. Das Team schaffte es nicht mehr, sich vom siebten Tabellenplatz zu verbessern. Damit müssen die Jeersdorfer den Gang nach unten antreten und in der kommenden Hallensaison in der Verbandsliga B an den Start gehen. Aber selbst der Tabellensechste und -fünfte steigen diese Saison ab, da von oben mehrere Teams nach unten kommen. Somit war die Ausgangslage für Jeersdorf von Beginn an alles andere als einfach. „Die Damen waren noch vom Vortag mitgenommen. Alle waren enttäuscht, dass die Herren den Aufstieg so knapp verpasst hatten. Bei uns war einfach der Wurm drin“, musste Jürgen Schneider hinterher enttäuscht feststellen.

 maf/ml

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