Hauke Sievers überragt

76:74 – Hurricanes gewinnen knapp

Malte Sievers weiß seine Größe zu nutzen. Der Center der Hurricanes hat keine Probleme mit dem „Block“ von Philipp Moritz (rechts). Fotos: Oetjen
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Malte Sievers weiß seine Größe zu nutzen. Der Center der Hurricanes hat keine Probleme mit dem „Block“ von Philipp Moritz (rechts).

Scheeßel - Es war ein Kampf, nicht schön, aber selten. Ein Spiel, bei dem auch nach der Schlusssirene noch nicht klar war, welche Mannschaft es letztlich gewonnen hatte. Die Basketballer der BG ‘89 Hurricanes hatten zwar wenige Sekunden vor dem Abpfiff noch mit zwei Punkten in Führung gelegen, doch der letzte Angriff des Oberliga-Matches gehörte der SG Cleverns-Sandel. Janik Schulze, der zuvor nahezu alle seiner Dreier versenkt hatte, übernahm die Verantwortung für den Tabellenvorletzten. Sein Wurf passte ganz gut. Der Ball kreiste mehrfach auf dem Korbring, als die Schlusssirene ertönte. Doch ins Netz fallen wollte der Dreier nicht. So feierten die Hurricanes den 76:74 (32:41)-Heimerfolg.

„Ehrlich gesagt hätte die SG Cleverns-Sandel das Spiel verdient gewonnen“, musste Coach Sebastian Roy zugeben. Die Gäste hatten die Partie über weite Teile bestimmt, spielten schöne Angriffe und verteidigten konsequent. „Die haben ja nichts mehr zu verlieren. Logisch, dass die Dreier ohne Ende werfen“, sagte der Trainer mit Blick auf die Tabelle. So traf der Gast satte acht Würfe von der Drei-Punkte-Linie. Diese Treffer machten den Hurricanes in der ersten Halbzeit das Leben schwer. Hinzu kam: „Wir haben die offensiv Rebounds nicht verteidigt bekommen“, ärgerte sich Roy. So rannte seine Mannschaft nahezu vom Tip-off an einem Rückstand hinterher, verlor das erste Viertel mit 11:19 und das zweite mit 21:22. An seine Leistung der vergangenen Spiele kam der Wümme-Club einfach nicht heran. Vor allem die Kopf-Fuß-Koordination habe laut Coach nicht funktioniert – zumindest in der ersten Halbzeit.

Es sieht schlimmer aus, als es ist: Hauke Sievers hatte sich an der Hand verletzt, die Wunde hörte nicht auf, zu bluten. Also wischte er seine Hand an der Shorts ab.

Doch die Pausenansprache Roys schien gefruchtet zu haben. „Wir haben die Intensität erhöht, sind so zurückgekommen“, lobte der Trainer. Und in der Tat: Über ein 55:58 im dritten Viertel kämpften sich die Hurricanes zurück in die Partie, die zunehmend hitziger wurde. Die Schiedsrichter Jan-Hinrich Jäkel und Marvin Teebken ließen mit ihren teils fragwürdigen Entscheidungen die Emotionen bei einigen Spielern überkochen – vor allem bei dem sonst so tiefenentspannten Malte Sievers. Der Center machte seinem Unmut Luft und erhielt daraufhin sein fünftes Foul. Zwar fehlte er seinen Mannen damit, doch die brachten die Führung auch ohne ihn ins Ziel. Herausragender Akteur war dabei einmal mehr Hauke Sievers. Denn: Der Topscorer erzielte nicht nur 29 (!) Punkte, er stellte sich auch vollends in den Dienst der Mannschaft. Eine kleine Handverletzung, die nicht aufhören wollte zu bluten, konnte ihn nicht stoppen. Sievers wischte seine Hand einfach immer wieder an seiner Hose ab. Diese war nach dem Abpfiff also nicht mehr weiß – sondern vielmehr rot gepunktet. So reichte ein Blick auf die Shorts aus, um das intensive Spiel, den Kampf bildlich zusammenzufassen.

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