KREISLIGA-INTERVIEW Visselhövedes Kai Jager steht für bedingungslosen Einsatz

„Der Eine hat es, der Andere nicht“

Der direkte Zweikampf ist Kai Jagers (l.) Sache, hier duelliert er sich mit Unterstedts Tobias Delventhal. Foto: Freese

Visselhövede - Von Nicolas Tréboute. Wenn es im Mittelfeld des VfL Visselhövede lauthals „Jager!“ schallt, weiß die Konkurrenz, dass es krachen kann. Trotz seiner 37 Jahre ist Kai Jager aus dem Team des Fußball-Kreisligisten kaum wegzudenken und überzeugt auf der Sechserposition stets mit hundertprozentigem Einsatz und enormer Zweikampfstärke. Vor dem Auswärtsspiel bei der FSV Hesedorf/Nartum am Sonntag (15 Uhr) sprachen wir mit dem Dauerbrenner über seine Stärken, die Visselhöveder Defensive und natürlich sein fortgeschrittenes Fußballer-Alter.

Wie öft müssen Sie sich in der Kabine Sprüche bezüglich ihres Alters anhören?

Ab und zu sagen die Jungs schonmal Opa zu mir. Das ist aber natürlich nur Spaß. Ende letzter Saison hat mich unser Coach Thomas Heidler gefragt, ob ich weitermache. Darauf habe ich geantwortet: Wenn ich muss. Und ich musste (lacht).

Sie spielen nebenbei auch noch für die Altherren der SG Jeddingen/Visselhövede.

Ja, aber das soll in dieser Spielzeit nur sporadisch sein. Der Ehrgeiz hält sich dort zwar in Grenzen, aber Thomas Heidler sieht es nicht ganz so gerne, wenn ich da auflaufe.

Auffällig ist, dass Sie in dem Moment, in dem der gegnerische Keeper den Ball abstößt, oftmals Ihren eigenen Nachnamen rufen. Und in vielen Fällen landet der Ball dann auch auf Ihrem Kopf. Was ist da das Geheimnis?

Das habe ich eigentlich schon immer so gemacht. Als Defensivspieler ist es bei solchen Abstößen einfacher, weil man mehr Körperspannung hat als der Gegenspieler. Zudem ist es auch gut, um sich Respekt zu verschaffen. Die Gegenspieler zucken dann oft zurück.

Dabei gehören Sie nicht zu den größten Spielern. Was haben Sie der Konkurrenz im Luftzweikampf voraus?

Das ist einfach mein Spiel. Der Eine hat es eben, und der andere nicht. Bei Marcel Fischer ist die Zweikampfstärke zum Beispiel gleich null. Ich gebe immer Vollgas, das wurde mir von meinem Jugendtrainer so mitgegeben. Patrick Peter hingegen hat den Vorteil, dass er rennen kann wie ein Windhund.

Was ist Ihre Lieblingsposition?

Auf jeden Fall die Sechserposition. Da geht es ordentlich zur Sache.

Was sind Ihre Ziele mit Visselhövede in dieser Saison?

Wir wollen unsere letzte Saison, als wir Zweiter wurden, bestätigen. Was dann am Ende dabei rauskommt und ob wir wieder knapp den Aufstieg verpassen, muss man dann sehen. Es wird auf viel darauf ankommen, dass sich niemand verletzt. Sonst stehst du da beim Auswärtsspiel auf einmal mit nur zwölf Mann im Kader. Und natürlich wollen wir jetzt hinten langsam mal zu Null spielen.

Sie sprechen es an. In den bisherigen zwei Spielen hat Ihr Team fünf Gegentore geschluckt. Ist die Abwehr die Problemzone?

Das sehe ich nicht so. In der Defensive kommt es aber darauf an, dass alle mit nach hinten arbeiten und den entscheidenden Schritt machen.

Verletzungstechnisch darf hinten aber auch nicht mehr viel passieren, jetzt wo Abwehrchef Oliver Dittmer drei Monate nicht zur Verfügung steht.

Ich finde, wir haben noch genug Spieler, die in der Innenverteidigung spielen können. Ich kann es auch, will es aber nicht.

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