RSV: Arizanov, Bolm und Denker sind bei 2:3-Niederlage die Auffälligsten

Ein Trio sammelt Pluspunkte

Der Ärger wird direkt herausgebrüllt. Stefan Denker (liegend) verpasst das 3:3 in der Schlussphase um Zentimeter und damit auch seinen Dreierpack.
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Der Ärger wird direkt herausgebrüllt. Stefan Denker (liegend) verpasst das 3:3 in der Schlussphase um Zentimeter und damit auch seinen Dreierpack.

Rotenburg – Die Vorbereitung ist unter Tim Ebersbach noch nie ein Zuckerschlecken gewesen. Seit seinem Amtsantritt als Coach des Rotenburger SV vor drei Jahren lässt er seine Spieler vor jeder Saison in den Trainingseinheiten ordentlich schwitzen. Das merkten die Akteure beim Testspiel gegen den Bremenligisten SV Hemelingen. Nach dem 2:3 (1:2) waren mehrere Akteure ganz schön platt – sie spürten die Nachwehen vom Kraftzirkel am Abend zuvor beim Training während die Kollegen gegen den Habenhauser FV (0:1) gespielt hatten.

„Ich habe das auf jeden Fall richtig gemerkt“, gestand Rechtsverteidiger Lucas Chwolka. „Das tut einfach nur weh“, meinte Michel Müller. Routinier Stefan Denker erzählte indes von „Ganzkörperschmerzen“. Bei den ganzen Leidbekundungen gab dann auch Ebersbach zu: „Die Trainingsintensität war schon sehr hoch die vergangenen Tage.“

Am besten mit den müden Beinen kamen beim RSV zwei Neuzugänge und Denker zurecht. Als Linksverteidiger sammelte Leon Arizanov Pluspunkte. Der Youngster lieferte nicht nur beim 1:0 von Stefan Denker eine gute Flanke (3.). „Es gab einige gute Offensivaktionen von ihm“, lobte sein Coach. Im Angriff zeigte Peter Bolm, dass er eine Verstärkung ist. Tempo, Robustheit und Technik bilden bei ihm ein starkes Gesamtpaket. „Er hilft uns sehr weiter. Das sieht ja fast jeder“, so Ebersbach. Der Trainer hatte im Vergleich zum Spiel am Tag zuvor komplett umgestellt. Aus dem Kader vom Habenhausen-Duell blieben nur Müller und Radif Alijan als Einwechselspieler übrig. Der Rest machte es sich gegen Hemelingen auf der Tribüne bequem.

Sie sahen in der Defensive zu Beginn noch Schwächen. Beim 1:1 ließ Keeper Tom Knaak den Ball nach einer Ecke fallen und Miguel Troue staubte ab (5.). Beim 1:2 kam Florent Aziri (16.) ebenso frei im Strafraum zum Schuss wie Melvin Sodij beim 1:3 (63.). „Am Anfang lief nicht alles so gut und der Rückstand war nicht unverdient“, fand Ebersbach. „Aber ab dem 1:3 war es Einbahnstraßenfußball.“

In der zweiten Hälfte kam die RSV-Offensive in Fahrt. Das 2:3 durch einen Elfmeter von Denker nach Foul an Max Friesen war die Belohnung (70.). Zum Ausgleich fehlten mehrmals nur Zentimeter. So rutschte Denker nach Querpass von Alijan direkt am Ball vorbei (77.) und nach Flanke von Arizanov köpfte der Routinier nur gegen den Pfosten (85.). Bei vielen Schüssen war Bremens Torwart Caner Sahan ordentlich auf dem Posten.

Kein Vorbeikommen gab es auch an Joschka Kleber. Ausgerüstet mit einer Maske, seiner Mappe und einem Stift fing er jeden Besucher sofort an dem einen vorhandenen Eingang. Sie mussten sich beim RSV-Geschäftsführer in die Anwesenheitsliste eintragen. Am Ende hatte er 80 Einträge „gesammelt“. Alle Zuschauer mussten eineinhalb Meter Abstand zum Nebenmann halten und durften sich nur auf die gekennzeichneten Plätze setzen. Hinterher bilanzierte Kleber: „Das war der große Test. Sicher können wir noch an ein oder zwei kleinen Schrauben drehen und noch mehr kontrollieren aber es haben sich fast alle an die Vorgaben gehalten.“

Von Vincent Wuttke

Schwer zu stoppen: Stürmer Peter Bolm (am Ball).
Eine Reihe auf der Tribüne ist ab sofort erst mal gesperrt.

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