TC GW Rotenburg darf in der Halle aufsteigen und nimmt dankend an

Ein moralisches Nordliga-Angebot

Noch ruht die gelbe Filzkugel in der Tennishalle des TC Grün-Weiß Rotenburg. In ein paar Monaten startet jedoch die neue Saison. Wie es aussieht spielt die erste Herren dann in der Nordliga.
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Noch ruht die gelbe Filzkugel in der Tennishalle des TC Grün-Weiß Rotenburg. In ein paar Monaten startet jedoch die neue Saison. Wie es aussieht spielt die erste Herren dann in der Nordliga.

Rotenburg – Eigentlich ist in der Tenniswelt im September noch nicht so wirklich an die Wintersaison zu denken. Zu beliebt sind bei vielen Spielern die Matches im Freien auf der roten Asche. Der TC Grün-Weiß Rotenburg beschäftigt sich dennoch bereits mit der neuen Spielzeit in der Halle. Warum? Da das Team um Spitzenspieler Tarik Burina die vergangene Wintersaison in der Oberliga mit 9:5 Punkten als Tabellenzweiter beendet hat, hat es nun vom Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) die Möglichkeit bekommen aufzusteigen. „Ja, wenn sie wollen, würden wir uns freuen, wenn sie ab sofort Nordliga spielen würden“, bestätigt Spielleiter Bernd Wacker aus Berlin auf Nachfrage.

Glück für die Rotenburger. Eigentlich wäre nämlich nur der Hildesheimer TC Rot-Weiß aufgestiegen. „So wie es aussieht, haben aber andere Mannschaften nicht mehr in der Nordliga antreten wollen. Daher duldet der Spielausschuss, dass ein Zweitplatzierter die Liga ergänzen darf“, verrät Wacker und betont, dass es jedoch eine „absolute Einzelfall-Entscheidung“ ist – sehr zum Vorteil des Wümme-Clubs.

Keine Angst vor einer Corona-Auszeit

Dieser hat seine Entscheidung zum möglichen Aufstieg übrigens schon getroffen: „Wir möchten es“, erklärt Trainer Zlatan Burina. Und seine Nummer eins Tarik Burina ergänzt für die Mannschaft: „Wir haben zugesagt.“ Er habe allerdings noch nichts vom so eindeutigen Angebot des TNB gewusst. „Die Info hatte ich noch nicht. Ich dachte, da die Staffeln noch nicht eingeteilt sind, müssen wir noch abwarten“, sagt er und lacht. Sein Team habe übrigens gar nicht lange nachdenken müssen. Der „sportliche Reiz“ in der Nordliga sei entscheidend gewesen. „Und es ist für uns natürlich auch eine echt schöne Erfahrung, so hoch zu spielen“, wie der Leistungsträger betont.

Seiner Meinung nach seien die Chancen für den Wümme-Club im Winter auch deutlich besser als noch in der Sommersaison, die das Team ebenfalls in der Nordliga gespielt hatte. Schließlich tritt eine Mannschaft in der Halle lediglich mit vier anstatt sechs Akteuren an – die Personalnot der Rotenburger dürfte also nicht mehr ganz so groß sein.

Zumal zu hoffen ist, dass sich bis Saisonstart auch Sebastian Loss, Lars Rademacher und Philipp Barautzki von ihren Verletzungen erholt haben. „Da sind unsere Chancen besser. Der Sommer war da natürlich leider kein Maßstab“, findet Tarik Burina. Zur Erinnerung: Der TC Grün-Weiß Rotenburg hatte als Aufsteiger alle Matches verloren und war aufgrund der Verletztenliste nie in voller Mannschaftsstärke angetreten.

Das soll im Winter anders werden – zumindest wenn denn gespielt wird. „Ach, da bin ich eigentlich noch echt optimistisch“, offenbart Ligaleiter Wacker. Der Berliner ergänzt: „Es gibt bestimmt immer mal wieder kleinere Problemchen, aber prinzipiell steht einer Saison, die bis auf ein paar Einschränkungen normal verlaufen wird, nichts im Wege.“ Letztendlich sei es aber die Aufgabe der einzelnen Bundesländer zu entscheiden, ob, wann und wie die Begegnungen bestritten werden dürfen – das würde in diesem Fall Bremen, Niedersachsen, Hamburg sowie Schleswig-Holstein betreffen.

Das Interesse der Vereine ist im Winter aber ohnehin nicht einmal ansatzweise so groß wie im Sommer. Während für die Saison im Freien im Gebiet des TNB gut 4 000 Mannschaften melden, sind es für die Halle nur rund 1 000 Teams. So oder so: „Wir freuen uns, wenn’s wieder losgeht“, betont der Spielleiter, der damit dem TC Grün-Weiß Rotenburg aus der Seele spricht.

Von Lea Oetjen

Da sind unsere Chancen besser. Der Sommer war da natürlich leider kein Maßstab.

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